Archiv für März, 2008

Das Internet bietet bekanntlich immer wieder tolle Webseiten an. Eines dieser Angebote haben wir an dieser Stelle ja schon einmal vorgestellt. Es handelt sich um den Ideenmarktplatz von Bonspin. Mich persönlich freut, dass dieses Start-up aus Osnabrück kommt.

Gestern erreichte mich die Mail, dass ein Bonze mir für meine Idee weitere fünf Ideenpunkte auf meinem Konto gutgeschrieben hat. Damit wurde die notwendige Punktzahl erreicht, um die ersten Punkte in eine Prämie umzurubeln. Ich habe mich für einen Osnabrücker Friedensschinken entschieden. Der Liefertermin wurde für den 7. April avisiert. Es ist doch eine tolle Sache, wenn man als Spinner einfach eine Reihe von Ideen zum besten gibt und dann von den Bonzen belohnt wird in Form eine Prämie.

Jetzt bin ich gespannt auf den Schinken!

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In einem Interview mit der Wiwo schreit der Deutschland-Chef von Sony BMG Edgar Berger förmlich nach dem Staat, damit illegale Downloads von Musik unterbunden werden. Der Beitrag ist mit der Forderung überschrieben „Internet-Piraten abklemmen“. Diese Forderung ist sicher völlig unverhältnismäßig. Der Aufwand für den Staat steht in keinem Verhältnis zu dem Nutzen, der aus solchen Maßnahmen zu erwarten wäre.
Das Problem ist ein ganz anderes. Unzählige der heruntergeladenen Musikstücke werden vom von der Musikindustrie gar nicht mehr oder nicht hinreichend angeboten, weil diese nicht mehr aufgelegt werden. Es geht also um alte Musikstücke.

Die Musikindustrie muss sich also an die eigene Nase fassen und der suboptimalen Marktversorgung mit Musik ein Ende setzen. Wenn der Staat gefordert ist, sollte dieser vielmehr ein Grundrecht auf Musik im Grundgesetz festschreiben. Im Grundgesetz steht ja schon die Forderung „Eigentum verpflichtet“. Dieser Regel muss die Musikindustrie erst einmal nachkommen. Wer Musikrechte einfordert, muss gezwungen werden, die Musikstücke auch zum (entgeltlichen) Download im Internet bereitzustellen.

Hier ein kleines Beispiel: Ich habe heute einmal stichprobenhaft nach Liedern der Raggae-Band Chalice gesucht. Diese gesuchten Songs habe ich noch auf Vinyl in den 80er Jahren käuflich erworben. Weder auf musicload noch auf iTunes habe ich die entsprechenden Downloads gefunden. Sofern ich die Songs online herunterladen wollte, würde ich ja förmlich in die Illegalität gezwungen. Andersherum nimmt sich die Musikindustrie selber Einnahmeoptionen. Die durch das Internet und den Long Tail möglich werdenden Businesspläne hat die Musikindustrie einfach noch nicht verinnerlicht.

Meine Vorschläge an Herrn Berger:

1. Schreien Sie nicht nach dem Staat
2. Verkaufen Sie ihren gesamten Back-Katalog über das Internet, denn Eigentum verpflichtet
3. Entwickeln Sie mehr Phantasie in Richtung neuer Vermarktungskonzepte wie dies z.B. Sellaband oder Slicethepie tun.

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Malte hat 9 Tipps für Käufer von Texten auf Plattformen wie Textbroker zusammengestellt.
Wer bei Textbroker Artikel in Auftrag gibt, sollte zunächst zwei Dinge unterscheiden. Wofür werden die Artikel gebraucht?
Geht es um Artikel für Artikelverzeichnisse oder um Content für die eigene Seite? Ist ersteres der Fall, reicht in der Regel die unterste Qualitätsstufe. Allerdings muss hier öfter auch mal nachgearbeitet werden. Wer Inhalte für die eigene Webseite braucht, ist in der Regel besser bei der höchsten Qualitätsstufe aufgehoben.

Damit man sich bei der Lektüre in der untersten Preisstufe nicht aufregt, mache ich in der Regel folgende Vorgaben:

1.) Keine Umgangssprache
2.) Keine Füllwörter wie eigentlich, wohl etc. pp.
3.) Keine Anrede des Lesers
4.) Keine unnötige Aufzählungen und Wiederholungen
5.) Korrekte Rechtschreibung
6.) Beachtung der Grammatikregeln
7.) Der übermittelte Beitrag sollte keine roten oder grünen Unterstreichungen in Word aufweisen.

Was man dann erhält, sollte für die Artikelverzeichnisse ausreichen. Wer viele Artikel zu einem Thema braucht, sollte bei den Überschriften kreativ sein, weil es die Autoren oft überstrapaziert, wenn zu viele Artikel zu einer Überschrift wie „Girokonto“ schreiben sollen. Man kann ja auch mal einen Beitrag anfordern wie „Entscheidungskriterien bei der Eröffnung eines Girokontos“, „Was sollte im Kleingedruckten beachtet werden, wenn man ein Girokonto eröffnet.“ etc.

Wer sich in Bezug auf Grammatik- und Rechtschreibfehler nicht aufregen will, der sollte die unterste Qualitätsstufe ganz meiden, obwohl auch hier Autoren sind, die Superqualität abliefern.

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Gestern ist der neue Werbeblog www.naturtextilien.org online gegangen. Dieser ist ein heißer Kandidat für den „Rattenschwanz der Woche“, weil er gleich in mehrfacher Hinsicht Long Tail-Aspekt aufweist. Zunächst sind Blogs ja bereits ein Phänomen des Rattenschwanzes. Der Shopping-Blog setzt bei der Monetarisierung des Blogs auf Affiliate-Programme, die ja ebenfalls in die gleiche Kerbe schlagen. Aber damit nicht genug. Naturtextilien.org bietet den einschlägigen Programmbetreibern an, eigene Werbeinhalte für den Blog bereitzustellen und diese gleich mit den Partnerlinks des Blogbetreibers zu versehen. Das grenzt schon an Genialität, sollte das Konzept aufgehen. Neben Affiliate-Werbung wird natürlich noch auf Adsense gesetzt. Mehr Long Tail-Gedankengut kann man sicher in so ein Projekt kaum reinkonstruieren. Daher zwingt sich unser kleiner Ehrepreis geradezu auf.

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