Archiv für April, 2008

Der GD-Verlag, der den Marktplatz für elektronische Texte und Dokumente XinXii gestartet hat, äußert sich beinahe euphorisch über sein Start-up mit faktischem Long Tail-Appeal. XinXii läuft für die Autoren, die dort aktiv werden unter dem Motto „Schreiben, Upoaden, Geld verdienen. Für die Kunden gilt „Downloaden & Sofort“ lesen. Im Grunde genommen stellt der GD-Verlag einzelne Ansätze wie Marktplätze für Diplomarbeiten oder Hausaufgaben-Dienste auf eine allgemeine Basis. Zudem wird der Rattenschwanz von Print-on-Demand-Diensten noch einmal deutlich verlängert. Seit Januar ist des XinXii gelungen mehr als 700 Autoren von der eigenen Plattform zu überzeugen. “Die große Resonanz bestätigt unsere Überzeugung sowohl vom Long Tail-Ansatz als auch vom vielerseits totgesagten Paid Content Geschäftsmodell.“ kommentiert Ulrich Schober, Geschäftsführer des GD-Verlags die Entwicklung. Allerdings findet sich in der Pressemeldung kein Hinweis über die Größenordnung der Download-Transaktionen. Der Autor erhält 70% der Umsätze, die mit seinem Content erzielt werden. Vielleicht sollten wir XinXii mal zu einem Gespräch in den Interview-Blog einladen?

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Es ist höchste Zeit, dass wieder einmal der Rattenschwanz der Woche vergeben wird. In dieser Woche geht der Preis an ein Start-up aus München. Die Firma LifeJack betreibt einen Marktplatz, auf dem man seine Lebensversicherung versteigern kann, so man diese vor Ende der Vertragslaufzeit kündigen muss oder will. Ein Marktplatz für derartige Produkte ist ohne das Internet praktisch nicht denkbar. Denn was könnte individueller sein, als eine laufende Lebensversicherung. Hierfür einen Käufer zu finden, der mehr zahlt als die Versicherungsgesellschaft ist eine Aufgabenstellung, die auf den ersten Blick so kompliziert sein sollt, wie das Auffinden eines Partners für’s Leben. Auch für diesen Fall, wird heute immer häufiger das Internet genutzt. Will man eine Lebensversicherung verkaufen, muss man jemanden finden, dem alle relevanten Kriterien gerade in den Kram passen. Da spielen Restlaufzeiten, Höhe der monatlichen Prämien, Überschussbeteiligungen, ggf. die Gesellschaft, bei der die Versicherung abgeschlossen wurde und diverse andere Kriterien eine Rolle.
Ohne intelligente Datenbanken, das Internet und einen funktionierenden Marktplatz, auf dem Angebot und Nachfrage in Einklang gebracht werden, würde es sich um ein schier unmögliches Unterfangen handeln, einen effizienten Markt schaffen zu wollen. Genau an diesem Defizit setzt LifeJack an. Deshalb hat LifeJack unseren kleinen symbolischen „Long Tail“-Preis mehr als verdient. Einen herzlichen Glückwunsch nach München!

Mehr zum Thema gibt es hier.

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Gestern führte der vorangegangene Beitrag zu deinfussballclub.de zu einem Rekordbesuch beim Rattenschwanz-Blog. Der Traffic entsprach ca. dem 10fachen eines normalen Tages. In der Zwischenzeit haben sich zu dem Thema mehrere kleine Neuigkeiten ergeben. Weniger als zwei Tage nach dem Start, vermeldet die Webseite von deinfussballclub.de mehr als 1280 Mitglieder. Das ist doch eine mehr als respektable Leistung.

Meine weiteren Recherchen zum Thema haben ergeben, dass ich – im Gegensatz zu meinem bisherigen Vorurteil – nicht das einzige deutsche Mitglied von myfootballclub.co.uk bin. Es gibt sogar ein deutsches Mitglied, dass unter ebbsfleetunited.eu bloggt. Eine Einladung für den Blogger ist für den Interview-Blog ausgesprochen, eine Zusage liegt, genau wie von den Machern von deinfussballclub.de. Wir dürfen uns also auf zwei themenbezogene und mehr als interessante Interviews freuen.

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Wie hier bereits angedeutet und vom Spiegel bereits am Montag (Montags ist Spiegeltag!) gemeldet, steht mit deinfussballclub.de ein neues Crowdfunding.Vehikle bereit, um das Management eines Fußballclub zu übernehmen. Im Gegensatz zum Start von myfootballclub.co.uk steht mit Fortuna Köln bereits vom Start weg das Objekt bzw. der Verein der Begierde fest. Benötigt werden 30.000 Mitglieder, die im Jahr jeweils 39,90 Euro beisteuern sollen. Als prominenstes Zugpferd steht Sönke Wortmann bereit. 9,95 Euro sind dabei für den Unterhalt der Community deinfussballclub.de vorgesehen. Man darf gespannt sein, ob es so – wie beim Vorbild myfootballclub.de – gelinkt, dass die Community richtig Einfluss auf den Verein nehmen kann. Ich drücke die Daumen, werde allerdings diesmal nicht mitmachen, dass gesparte Geld ggf. lieber für das zweite Jahr meines Engagements im englischen Fußball vorsehen. Aber wer weiß. Übrigens darf in den nächsten zwei bis drei Tagen auf ein Gespräch im Interview-Blog mit den Machern gehofft werden. Die Zusage mit der Bitte um etwas Geduld liegt vor.

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Gersten Abend bin ich fast aus dem Bett gefallen, als ich im Spiegel blätterte. Da war doch ein fetter Bericht, wie das Internet den Fußball ändern, weil die Fans ihre Clubs kaufen. Eines der beiden prominenten Beispiele war – wie könnte es anders sein – meine Fußballcommunity myfootballclub.co.uk! Auch das andere Beispiel kommt von der Insel, dem Mutterland des Fußballs (Footballs is comming home!).
Allerdings hat der lesenswerte Spiegelbeitrag noch eine weitere Überraschung parat. Mit deinfussballclub.de steht eine deutsche Fußball 2.0-Community in den Startlöchern, die angeblich Fortuna Düsseldorf aus der Kreisklasse holen will.
Ich bleibe natürlich beim Original, werde aber kurzfristig mal versuchen für den Interview-Blog ein Interview mit den Machern klarzumachen. Auf jeden Fall ist es eine spannende Sache, wie hier der Communitygedanke, mit Kommerz und Basisdemokratie verbunden wird. Diese Projekte sind in jedem Fall auch soziologisch sehr interessant. Ich kann nur empfehlen mal bei so was mitzumachen. Ich warte noch darauf, dass es eine Community gibt, die sich an Start-ups beteiligt. Dann kann jeder ein kleine Business-Angel werden.

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