Archiv für April, 2009

In der aktuellen Wirtschaftwoche, die heute im Briefkasten lag, ist ein interessanter doppelseitiger Beitrag über die Auswirkungen, die das Internet auf die Branche der Antiquare hat. Mit Hilfe des Internets wird die Macht des Long Tails voll ausgespielt. Früher mussten die Sammler von alten Büchern und Erstausgaben mit Hilfe von Katalogen und der Unterstützung der Antiquare ein Buch finden. Heute werden einfach die Suchmaschinen angeschmissen und die einschlägigen Preisvergleiche und schon weiß der Sammler, wo das jeweilige Buch gerade am günstigsten zu bekommen ist. Zudem verkloppen mehr und mehr Hobby-Antiquare die Bücher auf amazon, AbeBooks, ebay und Co. Die Folge ist ein dramatischer Preisverfall für gebrauchte Bücher. Ganz seltene Exemplare sind gleichzeitig teurer geworden. In diesem Segment spielen naturgemäß allerdings nur wenige Player.
Die Folge ist: Die Antiquare müssen endgültig ihre althergebrachten Geschäftsmodelle überdenken.

Der wirklich lesenswerte Beitrag in der Wiwo ignoriert allerdings etwas die postitive Seite der Medaille. Die Verfügbarkeit von antiquarischen Büchern hat sich für die Interessenten deutlich verbessert und das bei niedrigeren Preisen.

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Google hat mal wieder die Erwartungen der Analysten getoppt und mehr Gewinn als erwartet verbucht. Und dieser Gewinn wird vollständig mit Hilfe des Long Tails generiert. Niemand profitiert mehr von diesem Phänomen als Google selber. Millionen und Abermillionen Werbetreibende buchen die Adwords auf die beklopptesten Suchwörter, so dass mehr oder weniger alle Wörter, die existieren gebucht werden. Bei eBay kann man laut der gebuchten Keywords angeblich sogar „Landeszentralbanken“ neu oder gebraucht kaufen. Das ist selbst angesichts der Bankenkrise doch ziemlich absurd.

Dennoch wird es gigantische noch nicht beworbenen Löcher in den Keywordlisten der Werbetreibenden geben, die noch Milliarden von klickbaren Anzeigen ergäben. Dazu kommt das Contentnetzwerk. Unzählige von Webmastern monetarisieren ihre Webseiten mit Hilfe von Adsense und die Keyaccount-Manager motivieren die Anzeigenkunden, ihre Aktivitäten auf diese Seiten oder auch auf Youtube auszuweiten. Da ist noch gigantisches Potential. Insbesondere Youtube wird den Rattenschwanz der Werbemöglichkeiten für Google noch beträchtlich verlängern. Da darf man sich von dem läppischen dreistelligen Millionenverlust nicht blenden lassen. Das wird schon.

Da ist es nur konsequent, dass sich Google für Twitter interessiert. Das ist eine genauso stimmige Strategie wie die Übernahme von Youtube. Das gleiche gilt in Bezug auf die Android-Strategie und das Google Handy G1 (gebaut durch HTC). Google wird im Internet genau dass, was Coca-Cola in der richtigen Welt ist.

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Heute kam die folgende Mail von Humangrid. Da tut sich was:

Liebe Clickworker,

humangrid wird noch besser. Am 4. Mai stellen wir um auf eine neue Version unseres Systems, um noch einfacher und schneller zusätzliche Aufgaben bearbeiten zu können.

Alle Ihre persönlichen Daten werden automatisch von dem jetzigen System in die neue Version übernommen.

Bitte überprüfen Sie, ob alle Ihre Daten vollständig und korrekt sind. Wir benötigen diese Angaben für die Umstellung und bitten Sie deshalb darum, dass Sie sich bis spätestens zum 30. April, noch einmal im aktuellen System:

https://workplace.humangrid.eu/ von der Richtigkeit und Vollständigkeit Ihrer hinterlegten Daten (Adresse, Bankverbindung, etc.) überzeugen.

In den ersten Maitagen werden wir dann Ihre Daten in die neue Version, Codename “Zugspitze”, übernehmen.

Weitere Informationen folgen in Kürze. Vielen Dank für Ihre Mitarbeit und Unterstützung.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr humangrid-Team

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Ob Kopierer, Telefonanalagen, Kaffeevollautomaten, Bürocontainer, Videoproduktionen, Grafikdesign oder Eventagenturen – sie alle haben eines gemeinsam. Sie sind allesamt hochwertige Investitionsgüter und Dienstleistungen von denen die meisten Unternehmer nur wenig Ahnung haben. Grund dafür ist einerseits die Intransparenz des Marktes, auf der anderen Seite aber auch die Tatsache das solche gewerblichen Produkte und Dienstleistungen nur sehr unregelmäßig benötig werden.

Käuferportal.de bietet vor allem mittelständischen Unternehmen seit Oktober 2008 die Möglichkeit, kostenlose Anfragen für diese hochpreisigen Produkte und Dienstleistungen zu stellen. Dabei wird mit Hilfe eines kurzen Fragebogens der Produktwunsch des Interessenten konkretisiert: Soll der Kopierer farbig oder schwarz-weiß kopieren? Welche Papierformate benötige ich und wie viele Kopien fallen im Monat ungefähr an? Ist diese Anfrage online ausgefüllt, wird diese an die passenden, regionalen Anbieter aus dem Käuferportal-Netzwerk geschickt. Diese kaufen den Kontakt zum Kunden gegen eine geringe Gebühr – für eine Kopierer- Anfrage derzeit 26,70 Euro. Die drei schnellsten Anbieter, die den Kunden haben wollen machen diesem auch ein Angebot.

Auf diese Weise bildet die Beko Käuferportal GmbH die Schnittstelle zwischen mittelständischen Kaufinteressenten und Verkäufern. Dabei  ist das Ziel der Plattform, die Beschaffung teurer und unregelmäßig benötigter Produkte zu vereinfachen und Unternehmen dabei zu helfen Zeit und Geld im Einkauf zu sparen. Andererseits bietet das Startup durch die Vermittlung qualifizierter Kaufanfragen seinen Verkäufern die Möglichkeit, unkompliziert und gut kontrollierbar Neukunden zu gewinnen.

Bisher sind in der Berliner Mohrenstraße mehr als 1600 Anfragen eingegangen und über 850 Fachhändler dem Verkäufer-Netzwerk beigetreten. Neben den Startprodukten, wie Kopierern oder Kassensystem werden mittlerweile auch weitere Dienstleistungen wie beispielsweise Werbeagenturen oder Catering Dienste deutschlandweit vermittelt. Bis zum Ende diesen Jahres sollen mehr als  60  verschiedene Produkte und Dienstleistungen über die Plattform angeboten und zur besseren Qualitätskontrolle ein spezielles Verkäufer-Bewertungssystem eingeführt werden.

Mehr zum Thema auch im Interview-Blog

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Die Bäckerei Hochleitner aus Tamsweg in Österreich backt seit 1964 Brot, doch jetzt schreibt der Bäckermeister Geschichte und gönnt seinem Produkt – dem Brot – einen echten Rattenschwanz vulgo Long Tail. Wie aus einem Blogbeitrag von mymuesli hervorgeht, wird die technische Plattform von Mymuesli bereitgestellt. Wie bei den Müsli-Jungs kann man auf der Internetplattform auf panemeo.com sein Brot individuell zusammen mixen. Diese Rezeptur wird dann von den Long Tail-Aggregatoren – also den Bäckern – zu einem Teig geknetet und zu Brot gebacken. Dann geht es auf den Postweg und ist einen Tag später beim Konsumenten. Haltbar ist die traditionelle Handwerkskunst bei entsprechender Aufbewahrung immerhin eine ganze Woche.
Wie beim Start von mymuesli fehlen mir auch bei panemeo.com noch die geschälten Hanfsamen (eine bekannte Brotzutat, selbst bei Backmischungen). Aber was bei mymuesli geklappt hat, sollte beim Brot noch viel schneller gehen :-)! Für den Interview-Blog bemühe ich mich um ein Interview zu der Geschichte. Max von Mymuesli, der sich offenbar auch um die PR von panmeo kümmert, macht sich für das Interview stark. Ich bin gespannt!

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