Archiv für Mai, 2009

Heute wurde ein dunkelblaues Auto der Firma Google in Bad Iburg gesichtet, wie es locker flockig durch den Sachsenweg gefahren ist. Kaum zu glauben, dass die Vögel bereits den Speckgürtel von Osnabrück scannen. Die Datenkrake hat ergo auch beim Thema Street View bereits den Long Tail erreicht. Wer hätte gedacht, dass es so schnell bereits so ein kleine schmuckes Örtchen wie Bad Iburg erwischt. Damit haben alle Einbrecher jetzt die Möglichkeit alle Straßenzüge, die demnächst unsicher gemacht werden sollen, schon vorher mal bei Google auszukundschaften, wo es sich lohnt und wo nicht. Leider war gerade keine Digicam bei der Hand. Sollten alle Häuser aufgenommen worden sein, hat mindesten eines davon gerade kein Dach und die aufgenagelten Folien werben für die Firma Mentrup in Georgsmarienhütte. Die Dachdeckerjungs hätten sicher nicht für möglich gehalten, was für eine coole Werbung solche Folien doch eines Tages sein könnten.

Stichworte:

Forscher von Google.org – das gemeinnützige Vehikel von Google – will mit Hilfe von Suchanfrage die Suchmaschine zum Frühwarnsystem für Grippewellen machen. Die Annahme: Tauchen plötzlich viele Suchanfragen mit typischen Krankheitssymptomen auf, dann könnte eine aufkommende Grippeepidemie der Grund sein.
Ein Ergebnis der Forschungstätigkeiten ist http://www.google.org/flutrends/ .
Eine Rückwirkende Auswertung der Suchanfragen hat ergeben, dass das entwickelte Vorhersagesystem bemerkenswert gut funktioniert.
Der Zugriff auf die Suchanfragen sollte damit von gigantischem Nutzen sein und sicher nicht nur von medizinischem Nutzen. Vielleicht tauchen ähnliche Suchanfragemuster ja auch auf, bevor die Kurse von Aktien explodieren, weil die Käufer vorher mit Hilfe von Google intensiver nach den Kursentwicklungen und Unternehmenszahlen googlen.

Stichworte:

Ein echtes Long Tail-Business ist der Vertrieb von Servietten. Aufgrund der vielen Varianten und Motive, die es heute im Serviettenbereich gibt, ist das Serviettengeschäft ein richtiges Long Tail Business, da der klassische Facheinzelhandel aufgrund der Abmessungen in der Regel höchstens ein Dutzend verschiedene Servietten-Motive bereithalten kann. Mehr Regalmeter würden sich bei solch niedrig preisigen Produkten nicht rechtfertigen lassen.

Für den Kunden stellt das ein Problem da, da dieser wegen 20 Servietten zum Preis von 1,99Euro sicher nicht gewillt ist, mehrere Geschäfte aufzusuchen, bis er eine Serviette mit einem Leuchtturm gefunden hat.

Aus diesem Dilemma, kann nur ein Internetversender heraushelfen. So wie amazon.com einst den Long Tail bei Büchern zum Leben erweckte, so wird serviette.de dies jetzt bei der Serviette tun!

Stichworte:

In der letzten Woche habe ich nur ansatzweise erfolgreich versucht, einen Klingelton käuflich zu erwerben, ohne gleich ein Abo bis in die Steinzeit an der Backe zu haben. Was da im Angebot ist, grenzt wirklich an Kriminalität. Da wird man über adwords auf Webseiten von einzelnen Betreibern gelockt, die mehr oder weniger alles gratis suggerieren und dann kommt man auf eine Landing-Page, die gleich 3,99Euro/Woche für das Abo will.

Gelandet bin ich dann bei einem vergleichsweise bekannten Anbieter und brauchte „nur“ 2,99 Euro für einen einzelnen Klingelton zahlen. Es ist so ein real recorded Ringtone geworden, nämlich „God save the Queen“ von den Sex Pistols. Das war aber nur die zweit beste Lösung, wie die Ökonomen sagen würden, denn ich wollte eigentlich einen Klingelton Pink Floyd, den es nicht gab bei dem Anbieter.

Da muss so was wie iTures für Klingeltöne her. Ein Anbieter, der mit allen Platten-Majors einen Vertrag hat, damit man auch den ganzen Rattenschwanz von Long Tail auf sein Mobiltelefon laden kann, und das für einen festen Preis pro Klingelton von sagen wir 0,99 Cent oder so und garantiert ohne Abo-Fallen. Das wäre vermutlich auch eine gute Lösung für die Probleme der Musikindustrie, die offensichtlich ihr Potential im Klingeltonbereich noch nicht annähernd ausschöpft!

Da würde sicher gigantisch was zu verdienen sein, denn die Mehrheit der nomalen Konsumenten hat sicher Null-Bock auf diese Abo- Schlickenfängerei.

Stichworte:

Das Einstreuen von Bildern in die regulären Suchergebnisse von Google ist teilweise so hart, dass die Politik gefordert ist, dem Suchmaschinen-Anbieter vorzuschreiben auf der Startseite eine permanente Warnung anzuzeigen: „Die Suchergebnisse könnten Ihnen nicht gefallen“. Mit dieser Warnung würde man dann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die meisten Hobby-SEO würden sich bestätigt fühlen und der gemeine User wäre vor unappetitlichen Bilder gewarnt. Stellen Sie sich vor, Sie haben gerade gefrühstückt und geben einfach einmal ganz arglos „Härmorrhoiden“ ein und sehen Sie was dann passieren kann…

harmorrhoiden.gif

mehr zum Thema: Eklige Suchanfragen bei Google

Stichworte: