Archiv für November, 2009

Das in den 90er Jahren von Kari Stefansson gegründete Biotech-Unternehmen deCODE hat Insolvenz angemeldet. Stefansson hat persönlich die Verantwortung für das Scheitern seiner schon bei Gründung umstrittenen Firma übernommen und angekündigt, deCODE an die Investorengruppe Saga Invest zu verkaufen. Damit könnte der Betrieb noch rund zwei Jahre fortgeführt werden. deCODE machte internationale Schlagzeilen, weil die Firma als erste weltweit ein Monopol auf die kommerzielle Auswertung der Gendaten eines ganzen Landes nämlich Island hatte. Ziel war und ist die Entschlüsselung von Genstrukturen, die Krankheiten begünstigen oder auslösen und darauf aufbauend die Entwicklung von biotechnologischen Medikamenten. Damit ist deCODE soetwas wie die Crowdsourcing-Firma unter den Biotech-Startups.

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Seit rund einem Monat ist das iPhone nun auch im Reich der Mitte also in China zu kaufen. Noch können chinesische App-Entwickler mit dem Vertrieb von Apps über den App Store nicht reich werden. Wie allerdings in der letzten Woche im Spiegel zu lesen war, werden auch die wenigsten Entwickler hier im Westen reich mit der Programmierung von Apps für das iPhone). In China kommen aber weitere Probleme hinzu: Unerlaubte Kopien und die geringe Verbreitung von modernen Zahlungsmitteln bremsen eine rasante Weiterverbreitung der Apps.
Nach einem Artikel des Wall Street Journals arbeitet chinesische App-Entwickler daher kaum profitabel. Daher dürfte für Apple zwar ein Wachstumsmarkt sein, aber ein schwieriger. Im Westen haben Entwickler da ein ganz anderes Problem. Die Zahl der Apps ist derart rasant gestiegen, dass viele bereits den Überblick verloren haben. Die Folge sind, tolle Programme, die noch auf ihre Entdeckung warten, Doppelentwicklungen etc. Wer auf dem Long Tail surft hat es schwer, nicht nur in China!
Es ist aber eine Beruhigung, dass es auch Apple einmal schwer hat. Apple macht es ja in der Regel eher dem Rest der Welt schwer. So wird das iPhone z.B. in Deutschland nach wie vor exklusiv von T-Mobile vertrieben. Dem Handel kann da von dem Thema nur profitieren, wenn man sich auf den Vertrieb von iPhone Zubehör wie iPhone Hüllen verlegt.

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Es ist mal wieder an der Zeit etwas für die Rubrik “Was schreiben die anderen?” zu produzieren. Heute erscheint auf gruenderszene.de ein ausführlicher Beitrag zum Thema “Crowdsourcing für Startups” dessen Lektüre nicht nur sehr interessant uns ausführlich ist. Nein, der Beitrag ist auch noch unterhaltsam und von kompetenter Seite verfasst, denn die Autorin weiß, wovon sie spricht. Eva Missling ist Gründering von 12designer.com, einem crowdsourcing-Marktplatz.

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Im Rahmen des Gutenberg-Projektes werden Bücher online zur Verfügung gestellt, bei denen das Urheberrecht des Verfassers ausgelaufen ist, was 70 Jahre nach dem Tod des Autors der Fall ist. So werden alte Schinken eingescannt, bevor das Papier zu Staub verfällt und die alten Werke für immer verloren wären. Weil aber Scanner offenbar nicht immer 100 %ig funktionieren, müssen Menschen die Scandateien noch Korrektur lesen. Genau das passiert auf Gaga.net - Gemeinsam an Gutenberg arbeiten. Was genau passiert, wird auf der Webseite des Projektes erläutert:

“Wir zerteilen ein Buch in einzelne Seiten und geben die Einzelseiten zum Korrekturlesen an jeden, der Lust zum Mitmachen hat. Jeder neue Mitarbeiter verringert die Zeit, bis ein Buch endgültig korrigiert ist. Das Projekt GaGa ist Zulieferer für das Projekt Gutenberg-DE. Bei Gutenberg-DE lesen täglich 30.000 Besucher. Falls jeder hundertste Leser nur einmal am Tag bereit ist, eine Textseite aus unserem Angebot zu korrigieren, können wir jeden Tag ein Buch von 300 Seiten erstellen.”

Ich finde, dass ist eine tolle Umsetzung des Crowdsourcing-Gedankens. Das ist sicherlich auch eine tolle Initiative gegen die Datensammelwut von Google.

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In seiner Ausgabe vom letzten Montag hat der Spiegel einen ausführlichen Bericht über die iPhone-Apps gebracht. Er beschreibt darin den App-Store als eine classische Case-Study eines Long Tail Marktplatzes. Unzählig viele Apps zu allen erdenklichen Themen werden im AppStore angeboten. Entwickler denken sich Nützliches, Kurioses und ab und an sicher auch Schwachsinniges aus. Die Entwicklungskosten sind niedrig, der Markt weltweit. Es gibt einige Erfolgsstorys aber natürlich auch tausende von Apps, die sicher mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit existieren. Auf jeden Fall gibt der AppStore Entwicklern die Möglichkeit, sich ohne großes Risiko etwas dazuverdienen. Die Möglichkeit verbessert sich noch weiter, wenn das iPhone sich endgültig zu einem Massenphänomen weiterentwickelt und seine Marktanteile ausbaut. Zudem soll es ohne großen Aufwand möglich sein, die iPhone-Apps auch als Android-Apps anzubieten. Richtig die Taschen voll macht sich natürlich Apple, die 30% des Preises für die Apps in die eigene Tasche wirtschaften. Und dann nehmen die Apple-Leute ja noch 99 Euro von jedem Entwickler für die Aufnahme in den Club. Allein damit hat Apple laut der Spiegel Daten bereits über 12 Millionen Dollar eingenommen. Für diesen Coup verleihen wir Apple dann mal wieder den “Rattenschwanz der Woche”

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