Archiv für Januar, 2010

In der aktuellen Wirtschaftswoche vom heutigen Samstag ist ein interessanter Artikel über dem Kampf um die Vorherrschaft im mobilen Internet. Der Beitrag ist überschrieben mit “Rivolution”. Das i ist wohl von Apple entliehen, da diese es immer ihren Produkten vorranstellen: iPod, Phone und nun iPad. Als stärkster Player im mobilen Internet wird aktuell Apple lokalisiert, gefolgt von Google mit Android. Die schlechtesten Karten werden wohl Microsoft eingeräumt. Auch Nokia wird nicht sonderlich positiv beurteilt. Aber immerhin sieht man die Stärke, dass Nokia die höchsten Marktanteile bei den Smartphones halte. Allerdings geht mit diesen Geräten kaum jemand in Web, während in den USA fast 50% der Zugriffe von mobilen Enteräten dem iPhone zuzuordnen sind. Es wird für möglich gehalten, dass Microsoft sich den Zugang zum mobilen Internet mit Gewalt verschafft, in dem man einfach RIM (Blackberry) übernimmt. Das wäre natürlich ein spektakuläres Comeback inklusive einer starken Stellung bei den Geschäftskunden.
Besonders hervorgehoben wird der Markt, der erst durch Apple geschaffen wurde, nämlich der für Apps. In diesem Zusammenhang interessant ist auch die neue Rubrik im Blog von telefon.de, die sich mit coolen Apps befaßt. Einfach regelmäßig vorbeischauen.

Stichworte:

Wer Google Adwords bucht, läßt seine Anzeigen meist (weil voreingestellt) auch im Suchnetzwerk laufen. Im Suchnetzwerk sind spezielle (angeblich hochqualifizierte Seiten), die meist auch Suchfunktionen auf der eigenen Seite haben. Bekannte Seiten des Suchnetzwerkes sind eBay und amazon, aber auch weniger bekannte Seiten wie SparDeinGeld.de, ask.com oder Shopzilla.

Oft macht es Sinn, die Anzeigen im Suchnetzwerk laufen zu lassen, da nach Angaben von Google (und das könnte stimmen) die Reichweite durch das Suchnetzwerk um 20% gesteigert werden kann. So gesehen ist da nichts gegen einzuwänden.Allerdings könnten die Kosten für die Adwords-Kunden deutlich niedriger sein, denn Google erweitert nicht nur sein Netzwerk mit dem Suchnetzwerk. Google erweitert mit den Suchnetzwerkern auch seinen eigenen Kundenkreis bei den Adwordsschaltern. D.h. die Seitenbetreiber des Suchnetzwerkes sind nicht nur Adsense-Publisher, sondern auch Adwords-Kunden. Ein großer Teil des Traffics kommt also wieder von Google.

Es wäre durchaus seriöser von Google, sofern man den Mitgliedern des Suchnetzwerkes, das Schalten von Adwords verbieten würde. Ansätze soll es geben, in Deutschland ist davon aber noch nichts zu merken. Was ist das Problem? Nun, aufgrund des Versteigerungsmechanismus bei bei Google Adwords treiben die Klickarbitrageure die Preise hoch, auch wenn diese möglichst günstig am unteren Ende ihre Anzeigen erscheinen lassen. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Adwords-Kunde mehrere Klicks bei einer Suchanfrage bezahlen muss. Einmal beim Klick auf die eigenen Anzeige und ein weiteres Mal, wenn der Suchende auf die Anzeige von ask.com klickt, nachdem zuvor die eigene Anzeige bereits angeklickt wurde, und dann auf der Seite von aks.com möglicherweise ein weiteres Mal auf die Anzeige beim Partner im Suchnetzwerk. Gegebenfalls kann dort ein dritter Klick anfallen, der dann aber meist per Klick direkt an den Betreiber der Seite aus dem Suchnetzwerk zu bezahlen ist.

Hier handelt Google also ganz sicher stärker im eigenen Interesse als im Interesse seiner Anzeigenkunden. Auch die Seite aus dem Suchnetzwerk treibt den eigenen CPC-Kunden bei Google die Klickpreise hoch.
Bezeichnenderweise scheinen die aktiven Adwords-Kunden aus dem Suchnetzwerk, selber nicht so stark im Suchnetzwerk Anzeigen zu schalten (subjektiver Eindruck).

Auf jeden Fall sollte man vielleicht mit den Suchnetzwerk-Seiten, die selbst Adwords schalten, keine CPC-Deals mehr abschließen, sondern auf diesen Seiten nur noch über CPO-Vereinbarungen aktiv sein.

Stichworte:

Den „Rattenschwanz der Woche“ verleihen wir an dieser Stelle zum ersten Mal im Jahr 2010 an den Anbieter einer Retourenmanagement Software. Bei diesem Beispiel wird eine Spezialsoftware für ein echten Long Tail-Phänomen angeboten. Mit der Retourenmangement Software können auch kleine Online- und Versandhändler (in der Schweiz wird auch gern von Distanzhandel gesprochen) einen Retourenprozess bei Rücktritt, Garantiefällen und Umtausch anbieten, wie die Kunden es von den großen Versendern gewöhnt sind. Eine solche Plattform für einen einzelnen Händler zu entwickeln, würde keinen Sinn machen, da es sich kaum rechnen würde. Mit Hilfe des Internets wird daraus aber plötzlich ein Geschäftsmodell, zudem wird auch der Kundennutzen deutlich gesteigert. Noch mehr Nutzen wird für die rücksendenden Kunden gestiftet, wenn sich diese Retourenmanagement Software als Standard durchsetzt, denn dann braucht sich der Kunde bei Rücksendungen nicht umgewöhnen, egal wo er bestellt.

Stichworte: