So wie amazon vielen Nischenbüchern zum Erfolg verholfen hat, durch die endlosen Weiten seiner Lagerflächen (nämlich den Tiefen der Dantenbanken) und die Suchfunktion, so verhelfen Internetplattformen wie der amazon turk, das Angebot bisher nicht nachgefragter und nicht angebotener einfacher Arbeit in Einklang zu bringen.

Amazon half dabei mit, dass auch aus Nischenpublikationen ein Markt jenseits eines Hobbys für die Autoren werden konnte. Plötzlich erfuhren die Leser über die Suche von diesen Büchern und konnten sie kaufen. Dies wurde möglich durch eine gewaltige Senkung der Informationskosten bzw. –Barrieren.

Inspiriert durch den Blogbeitrag „Geldverdienen als Crowdsourcer“ habe ich mich bei textbroker.de registriert. Dort kann man nach den Vorgaben des Auftraggebers kleine Texte schreiben, die als Content für Internetseiten genutzt werden. Bezahlt wird nach Wörtern. In einer Datenbank kann sich der dienstbare Geist einen Auftrag picken und einen Text schreiben. Die Vergütung richtet sich nach verschiedenen Qualitätsstufen. Pro Wort gibt es zwischen 0,7 und 4 Euro-Cent.

Gestern Abend habe ich mir einen Auftrag unter den Nagel gerissen und 100 Wörter zum Thema „SEO“ geschrieben. Das war einfach. Hier konnte ich gewissermaßen meine Allgemeinbildung verwursten. Das hat alles zusammen ca. 10 Minuten gedauert. Der Lohn der Arbeit 0,70 Euro. Sicher wäre es in der halben Zeit gegangen, aber der erste Auftrag soll ja auch gut werden.

Heute Morgen kam dann die Mail des Systems, der Auftraggeber hat den Auftrag angenommen. Die Bewertung vier Punkte (Ausgezeichnete Qualität). Am späten Vormittag kam die nächste Mail, auch textbroker selber gibt mir vier Punkte. Damit bestätigen sich die Erfahrungen der Zeitung „The Independent“ in Bezug auf das Geldverdienen als Crowdsourcer. Reich wird man nicht, aber für bestimmte Zielgruppen ist diese Möglichkeit des Geldverdienens vermutlich eine willkommene Geschichte.

Fazit: Das Ganze funktioniert.

P.S. Auch Aufträge für das drehen kleiner Videos wird inzwischen über textbroker angeboten

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6 Antworten zu “Der Long Tail der Arbeit II: textbroker.de aus der Sicht der “Arbeiter””

  1. Marc says:

    Hab selber Aufträge laufen, bisher hab ich wirklich gute Texte bekommen…

  2. Marco says:

    Für 70 cent pro 100 Wörter kommen wir ins Geschäft, ich suche noch einen Haufen kleiner Rubrikentexte. Kann ich einen 10er-Pack buchen? Vorkasse Paypal?

  3. Der Long Tail der Arbeit I: textbroker.de aus der Sicht der “Arbeitgeber” » » rattenschwanz.net says:

    […] « Der Long Tail der Arbeit II: textbroker.de aus der Sicht der “Arbeiter” 08 05 […]

  4. Achim says:

    Ich suche nach bibliophilen Personen, die für verschiedene meiner Websites Buchrezensionen schreiben. Als Bezahlung habe ich mir aktuell 5 Euro pro Rezension vorgestellt. Leider hatte ich bisher erst eine Reaktion auf meine Bewerbung dieses Angebots.
    Ist das viel zu wenig?

  5. Markus (Textox) says:

    Kommt drauf an, wie lang die Rezension ist. Für 250 Wörter sind 5 EUR gerade noch OK, finde ich. Aber nur, wenn der Autor gleich drauf losschreiben kann und sich nicht einarbeiten muss.

  6. Uwe says:

    Ich bin durch einige Foren und Blogs auf Textbroker gestossen.
    Nach vielen lesen hab ich mich dann entschlossen mehrere Texte in Auftrag
    zugeben.
    Ich war angenehm Überascht wie schnell die Texte geschrieben waren.
    Die Quallität der Texte ist meiner Meinung nach recht gut, wenn ich bedenke das die Auftragsbeschreibung recht allgemein gehalten wurde.

    Also ich finde die Arbeit die durch die Autoren geleistet wird sehr gut

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