Archiv für die Kategorie: 'Allgemein'

Der Long Tail besteht gewissermaßen per Definition aus Millionen von Nischen, die zum Teil bereits entdeckt wurden und zum Teil aber noch weitgehend unentdeckt sind. Eine Methode das Internet nach solchen Nischen zu durchsuchen ist das Betreiben eines eigenen Artikelverzeichnisses. Zwei Überlegungen bzw. Beobachtungen sprechen für diese These. Als Betreiber eines Artikelverzeichnisses wird man mit den Aktivitäten im Bereich SEO von vielen Akteuren konfrontiert, die solche Nischen für sich entdeckt zu haben meinen. Deshalb schreiben sie für die Artikelverzeichnisse viele Artikel uns Linkbuilding für ihre Webseiten zu betreiben. Wer so etwas tut – also aufwändige Suchmaschinenoptimierung betreibt -, der glaubt offenbar an seine Nische. Freilich kann auf man diese Art und Weise vor allem bereits entdeckte Nischen mit einem vermeintlich existierenden Potential entdecken.
Artikelverzeichnisse sind aber auch noch aus einem anderen Grund interessant. Sofern das Verzeichnis halbwegs rankt, bekommt man einen Eindruck dafür, nach welchen Suchkombinationen häufig gesucht wird. Dabei kann es durchaus gelingen Suchkombis zu entdecken, bei denen man einen überraschend hohen Traffic generiert, obwohl man nur an Position zehn bei Google steht. Hieraus lassen sich dann durchaus Themengebiete ableiten, zu denen es lohnen könnte eigene Webangebote zu stricken oder aber z.B. für gut verlinkte Blogs einfach weitere Artikel zu diesem Thema zu schreiben, um sich bei den betreffenden Suchkombis weitere Male in die Top 10 zu setzen. (Sie würden sich beispielsweise wundern, wie häufig zu Themen wie „Heiraten auf dem Leuchtturm“ oder „Hochzeit auf dem Leuchtturm“ gesucht wird.) Mit etwas Glück erwischt man dann ein Thema, dass vielleicht erst in einigen Jahren so richtig ab geht und dann hat man bereits mehrere Eisen im Feuer.
Besonders einfach sind solche Nischenthemen dann schon heute zu monetarisieren, wenn diese ein Teilbereich eines bereits etablierten Bereiches sind. Angenommen man macht einen Blog zu einem Nischenthema im Finanzbereich – sagen wir einfach einmal Reverse Morgages – dann kann man garantiert heute schon teure Links in den Blogposts vermieten bzw. verkaufen. Und wie gesagt: Mit etwas Glück hebt das Thema vielleicht in Zukunft noch so richtig ab.

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Der Markt für Apps wird immer stärker fragmentiert. Apple fing damit an und reklamiert nun sogar schon das Wort AppStore für sich, wenn ich die Presse richtig verfolgt habe. Mit Android kommt nun eine zweite Plattform, für die es einen AppMarket gibt, so richtig in Schwung. Bada hat einen eigenen Vertriebskanal, Blackberry hat einen und Microsoft hat einen. Samsungs Apps sollen sogar über den Fernseher nutzbar gemacht werden. Wie es mit dem Ovi Store von Nokia weitergeht ist noch nicht so recht abzusehen.
Neben den offiziellen Marktplätzen für die Applikationen gibt es aber inzwischen auch durchaus konkurrierende Marktplätze wo man seine Apps kaufen oder herunterladen kann. Daneben gibt es auch noch Angebote wo man angeblich sogar kostenpflichtige Apps kostenlos und legal downloaden kann. Ob sich solche Angebote dauerhaft halten, bleibt abzuwarten.
Die Vielfalt hat ihre Vor- aber auch ihre Nachteile. Grundsätzlich ist es für einen Entwickler natürlich ideal, wenn es einen einzigen Monopolmarktplatz gäbe und nur eine technische Plattform. So wie dies bei Apple der Fall ist. Der Kunde zieht natürlich den Wettbewerb vor. Die Vielfalt zwingt natürlich stärker zur Innovation. Dies wird sicher auch Apple bald feststellten. Es soll bereits Appentwickler geben, die sich aus dem Thema wieder zurückziehen, weil es angesichts der atomistischen Konkurrenz im iTunesStore kaum Möglichkeiten gibt, mit den Apps tatsächlich langfristig und nachhaltig seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

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Google hat sich nicht lange Zeit gelassen. Offenbar ist man mit den Ergebnissen des Updates im den USA sehr zufrieden, so dass man auch im UK den Knopf gedrückt hat. Sicherlich wird sich da so mancher verschreckt die Augen reiben und hoffen, dass nicht wahr ist, was man da gerade sieht.
Es haben, was die Sichtbarkeit betrifft, viel von den Seiten, mit denen man gerechnet hat unter dem Update gelitten. Zu den Loosern gehören Seiten wie ciao.co.uk, dooyoo.co.uk, about.com, twenga.co.uk. Nicht ganz ins Muster meiner Meinung nach der Verlust an Sichtbarkeit bei qype.co.uk. Dort ist aus meiner Sicht sehr viel wertiger Inhalt, der sogar von Google und vielen anderen Seite angezapft wird. Es ist ja etwas komisch, dass Google die Seite weniger gut rankt, aber gleichzeitig auf die Expertise von qype an anderer Stelle, nämlich im Rahmen der eigenen Dienste vertraut.

Also viele von den Preisvergleichern oder ähnlich dürftige Contentseiten. Zu den Gewinnern dieses Ausdünnungsprozesses gehört eine Seite mit der man sicherlich weniger gerechnet hat, das ist eBay. Die will man sicher nicht wie in früheren Zeiten so oft im Index sehen.

Betreiber von Online-Shops werden sich nun ggf. genötigt sehen, die Traffikverluste durch die Preisvergleicher mit Hilfe von eBay auszugleichen.

Wie auch immer: Alle, die sich mit Suchmaschinenoptimierung befassen, werden aufgeregt beobachten, wie sich das Update weiter verhält und ob Google noch nachjustiert, bevor dieser neue Algo auf Deutschland losgelassen wird.

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Das Thema Essen ist vermutlich wie kaum ein zweites Thema eine richtige Long Tail-Geschichte. Nichts ist sicherlich mit mehr Nischen verbunden, wie die kulinarischen Hochgenüsse. Kochbücher verkaufen sich in der Summe aller Kochbücher sicherlich besser als die Bibel und der Koran in Addition. Für alle Lebenslagen und Geschmacksrichtungen gibt es Koch- und Rezeptbücher. Am Kiosk liegen Zeitschriften, die das Thema abdecken, wie man es aus anderen Bereichen des Lebens nicht kennt. Erst heute morgen habe ich in der Tankstelle eine Hochglanzbrochüre über das Grillen gesehen.
Passend hierzu ist aktuell ein Phänomen zu beobachten, was diesen Trend im Internet fortschreibt. Es ist im Bereich der Plattformen, die das Bestellen über das Internet bei (Offline-) Lieferdienste für zubereitetes Essen - also richtige Malzeiten – eine wahre Goldgräberstimmung ausgebrochen. Selbst Einzelhandelskonzerne wie Tengelmann, wollen hier mitmischen und sich die zukunftsträchtigen Claims sichern.
Wer also in Zukunft Hunger verspürt, wird nicht mehr zum Flyer an der Pinnwand greifen, sondern z.B. bei Lieferando online bestellen. Auf diesen Plattformen werden in Zukunft dann auch alle möglichen Gelüste bedient. Wer glaubt, es ginge nur darum, eine Pizza statt per Telefon nun über das Internet zu ordern, der irrt gewaltig. Es werden zusätzliche Dienste wie Bewertungen oder die Zahlung per Kreditkarte angeboten. Und auch Dinge, die vielleicht nicht so alltäglich sind und für die man infolgedessen in der Regel auch keinen Flyer an der Pinnwand hat man über dieses Aggregatoren bestellen, so ist z.B. auch Sushi online bestellen gar kein Thema, wenn man nicht gerade in Pusemuckel wohnt.

Mehr zum Thema ist auf Business on nachzulesen. Übrigens rüsten aber nicht nur die Vermittler von fertigem Essen auf, sondern auch die Supermärkte. Infos hierzu finden sich in der Frankfurter Neuen Presse.

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Jeder, der sich intensiv mit SEO beschäftigt, wird sehr schnell feststellen, dass neue Kunden und Online Shops in hart umkämpften Märkten es sehr schwer haben, sich relevant zu platzieren. Die Wettbewerber haben schon deutliche Vorteile erarbeitet. Man spricht im Fachjargon von einer sogenannten Markteintrittsbarriere.
Ein ausgezeichnetes Beispiel dafür wäre ein neu gegründeter Sneaker Shop. Im Bereich Schuhe und Sneaker gibt es Shops, die inzwischen auch schon Fernsehwerbung schalten, kein Wunder also, dass es schier unmöglich erscheint, diese im Google Ranking zu überholen. Mit AdWords hätte man theoretisch die Möglichkeit als Sneaker Shop zu relevanten Keywords ganz oben zu stehen, doch diese Variante ist nicht nur preisintensiv, sondern auch nicht unbedingt nachhaltig.
Doch Google wäre nicht Google, hätten sie sich nicht auch für diese Problemstellung eine raffinierte Lösung ausgedacht: Google Base. Online-Shops können Google Base über Ihre Produkte informieren. Wenn wir bei dem Sneaker Shop Beispiel von oben bleiben, würde der Betreiber des Stores also seine Sneaker beim Internet Primus einstellen. Diese bei Google eingetragenen Produkte werden nun bei konkreten Produktsuchen über Google noch vor relevanten Suchergebnissen präsentiert, inklusive Bild und Preis.
So kann man als Sneaker Shop Betreiber also auch weit oben bei Google sichtbar sein, ohne Geld in AdWords oder Zeit in nachhaltiges SEO zu investieren. Aber einfaches Eintragen reicht nicht aus: Je detaillierter die Produkt Beschreibungen und Attribute sind, desto relevanter schätzt Google den Eintrag ein:
Also: Bei der Einrichtung von Google Base Einträgen viel Mühe geben und geeignete Attribute wählen, so dass langfristig die Fütterung erfolgreich automatisiert werden kann. So tauch der Sneaker Shop dann auch schnell bei Google auf Seite 1 auf.

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