Der Rattenschwanz der internationalen Arbeitsteilung wird immer länger. War bis vor ein paar Jahren das Offshoring in Richtung Indien oder Osteuropa zumindest im Softwaresektor noch das Nonplusultra, so gibt es jetzt mit Nordkorea einen neuen Player, der sich in die lange Reihe der internationalen Arbeitsteilung einreiht. Die Firma Nosotek ist ein Joint Venture zwischen einer westeuropäischen Firma und der einer staatlichen Organisation der Volksrepublik Nordkorea. Die Gesellschaft hat offenbar Zugriff auf die Elite der nordkoreanischen Mathematiker und Programmier. Da kommunistische Regierungen eine lange Tradition für eine gute Schulbildung und gute Universitäten haben und das Lohnniveau in Nordkorea bekanntermaßen nicht das höchste ist, dürfte von der Firma Nosotek in Zukunft sicher noch einiges zu hören sein. Übrigens ist Nordkorea bei “Software” schon jetzt ein Exportland. Es wissen vielleicht die wenigsten, aber Nordkorea exportiert Zeichentrickfilme. Hier würde mich einmal interessieren, wie die Hollywood-Studios die Abrechnung organisieren. Vermutlich steht auf den Filmen immer “Made in China”
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Peinlichkeit der Woche: Musikindustrie schreit nach dem Staat
Geschrieben von: admin, in Allgemein |In einem Interview mit der Wiwo schreit der Deutschland-Chef von Sony BMG Edgar Berger förmlich nach dem Staat, damit illegale Downloads von Musik unterbunden werden. Der Beitrag ist mit der Forderung überschrieben „Internet-Piraten abklemmen“. Diese Forderung ist sicher völlig unverhältnismäßig. Der Aufwand für den Staat steht in keinem Verhältnis zu dem Nutzen, der aus solchen Maßnahmen zu erwarten wäre.
Das Problem ist ein ganz anderes. Unzählige der heruntergeladenen Musikstücke werden vom von der Musikindustrie gar nicht mehr oder nicht hinreichend angeboten, weil diese nicht mehr aufgelegt werden. Es geht also um alte Musikstücke.
Die Musikindustrie muss sich also an die eigene Nase fassen und der suboptimalen Marktversorgung mit Musik ein Ende setzen. Wenn der Staat gefordert ist, sollte dieser vielmehr ein Grundrecht auf Musik im Grundgesetz festschreiben. Im Grundgesetz steht ja schon die Forderung „Eigentum verpflichtet“. Dieser Regel muss die Musikindustrie erst einmal nachkommen. Wer Musikrechte einfordert, muss gezwungen werden, die Musikstücke auch zum (entgeltlichen) Download im Internet bereitzustellen.
Hier ein kleines Beispiel: Ich habe heute einmal stichprobenhaft nach Liedern der Raggae-Band Chalice gesucht. Diese gesuchten Songs habe ich noch auf Vinyl in den 80er Jahren käuflich erworben. Weder auf musicload noch auf iTunes habe ich die entsprechenden Downloads gefunden. Sofern ich die Songs online herunterladen wollte, würde ich ja förmlich in die Illegalität gezwungen. Andersherum nimmt sich die Musikindustrie selber Einnahmeoptionen. Die durch das Internet und den Long Tail möglich werdenden Businesspläne hat die Musikindustrie einfach noch nicht verinnerlicht.
Meine Vorschläge an Herrn Berger:
1. Schreien Sie nicht nach dem Staat
2. Verkaufen Sie ihren gesamten Back-Katalog über das Internet, denn Eigentum verpflichtet
3. Entwickeln Sie mehr Phantasie in Richtung neuer Vermarktungskonzepte wie dies z.B. Sellaband oder Slicethepie tun.
Malte hat 9 Tipps für Käufer von Texten auf Plattformen wie Textbroker zusammengestellt.
Wer bei Textbroker Artikel in Auftrag gibt, sollte zunächst zwei Dinge unterscheiden. Wofür werden die Artikel gebraucht?
Geht es um Artikel für Artikelverzeichnisse oder um Content für die eigene Seite? Ist ersteres der Fall, reicht in der Regel die unterste Qualitätsstufe. Allerdings muss hier öfter auch mal nachgearbeitet werden. Wer Inhalte für die eigene Webseite braucht, ist in der Regel besser bei der höchsten Qualitätsstufe aufgehoben.
Damit man sich bei der Lektüre in der untersten Preisstufe nicht aufregt, mache ich in der Regel folgende Vorgaben:
1.) Keine Umgangssprache
2.) Keine Füllwörter wie eigentlich, wohl etc. pp.
3.) Keine Anrede des Lesers
4.) Keine unnötige Aufzählungen und Wiederholungen
5.) Korrekte Rechtschreibung
6.) Beachtung der Grammatikregeln
7.) Der übermittelte Beitrag sollte keine roten oder grünen Unterstreichungen in Word aufweisen.
Was man dann erhält, sollte für die Artikelverzeichnisse ausreichen. Wer viele Artikel zu einem Thema braucht, sollte bei den Überschriften kreativ sein, weil es die Autoren oft überstrapaziert, wenn zu viele Artikel zu einer Überschrift wie „Girokonto“ schreiben sollen. Man kann ja auch mal einen Beitrag anfordern wie „Entscheidungskriterien bei der Eröffnung eines Girokontos“, „Was sollte im Kleingedruckten beachtet werden, wenn man ein Girokonto eröffnet.“ etc.
Wer sich in Bezug auf Grammatik- und Rechtschreibfehler nicht aufregen will, der sollte die unterste Qualitätsstufe ganz meiden, obwohl auch hier Autoren sind, die Superqualität abliefern.
Stichworte: Content kaufen textbrokerNachdem vor einigen Wochen diverse Webseiten, die im Verdacht standen, Links zu verkaufen, PageRank-technisch von Google abgestraft wurden, habe ich mir einmal die Arbeit gemacht ca. 200 Artikel aus solchen Verzeichnissen zu überprüfen. In diversen Foren war die Rede davon, dass viele Verzeichnisse nicht mehr indiziert wären und dass die Links aus ebendiesen nichts mehr wert seien. Letzteres konnte ich aus den Suchmaschinen-Positionen der angelinkten Seiten nicht ablesen. Bei den ca. 200 untersuchten Artikeln waren maximal 10% nicht von Google indiziert oder aber der Artikel war nicht mehr online, wobei letztes eher selben vorkam. Die nicht (mehr) von Google indizierten Artikel habe ich einmal mit Hilfe von Mister Wong und Delicious mit externen Links versehen, in der Hoffnung, dass diese wieder auftauchen. Übrigens betraf das Phänomen auch zwei oder drei der exzellent verlinkten Verzeichnisse, die jeder SEO kennt.
Nachdem ich in den letzten Wochen einige Versuche mit neuen Webseiten gemacht habe, die nur aus Verzeichnissen angelinkt wurden, ist auch festzustellen, dass die Links aus den Verzeichnissen nach wie vor wirken, wenngleich sicher nicht so stark wie im Jahr 2005 oder so. Ich glaube also, dass das Long Tail-Geschäftsmodell der Artikelverzeichnisse, die Besucher über diffuse Suchkeys abfischen nach wie vor intakt ist, was die Kontentseite betrifft. Als Betreiber muss man sicher feststellen, dass sich bei dem einen oder anderen Verzeichnis die adsense-Einnahmen seit dem Google-Husten bei dem einen oder anderen Verzeichnis gezehntelt haben. Der ein oder andere Betreiber hat wohl auch deshalb keinen Lust mehr zum Einstellen der Beiträge. Insgesamt besteht aber immer noch der Anreiz Artikel über Themen wie die Zahnzusatzversicherung oder die Berufsunfähigkeitsversicherung zu schreiben.
Stichworte:Wie im Blog von Smartdex zu lesen ist, hat die Tasuchbörse für Businesskontakte in nur einem Vierteljahr 250.000 Business-Kontakte angesammelt. Ich finde, dass ist eine enorme Leistung, die ein wenig Applaus verdient. Der Rattenschwanz der Woche geht ergo in dieser KW an Smartdex. Das Beispiel belegt, wie mächtig Crowdsourcing-Ansätze sind. Die Aussicht, dass sich aus der Sache ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickeln lässt, wird untermauert durch den Einstieg weiterer Business Angels. Die Angel, die bisher an Bord gestiegen sind, haben ja schön vorher gute Nasen bewiesen.
Stichworte: smartdex

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