Archiv für die Kategorie: 'Empfehlungen'

Wer Artikel zum Thema eReputation in Wirtschaftsmagazinen liest, bekommt zum Thema immer Vorschläge wie die folgenden:

- Legen Sie Profile bei Facebook, Twitter und Xing an
- Betreiben Sie ein eigenes Blog
- Schreiben Sie Produktbewertungen bei amazon & ähnlichen Shops
- Schreiben Sie Fachartikel für Internetportale
- etc. pp.

Wer aber die SERPS bei der Suche nach dem eigenen Namen gänzlich mit kontrollierten Inhalten fluten will, der sollte einfach eine iPhone-App entwickeln oder entwickeln lassen. Da Apple eigene Affiliate-Programme für den iTunes-Store betreibt, werden die relevanten Daten zu einer App auch an gefühlt tausende Betreiber von App-Verzeichnissen distribuiert. Diese Seiten sind trotz des Doublicated Contents meist recht gut Google-Optimiert, so dass sich oft seitenlange Google-Ergebnislisten ergeben, die verstopft werden mit den URL der genannten Dienste. Einen ähnlichen Effekt kann man natürlich durch das Schreiben eines Buchs erreichen. Dann findet man bei Google wieder und wieder Einträge von Online-Shops, die das Buch vertreiben.

Mit der genannten Strategie gelingt es dann ggf. die unliebsamen Fotos, die die lieben Kommilitonen von Ihnen bei www.betrunkeneschmuecken.de oder so hochgeladen haben, weiter nach hinten zu verdrängen.

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Wer mehrere Artikelverzeichnisse betreibt, kann ein Lied davon singen, dass es “SEOs” gibt, die ein Verzeichnis nach dem anderen mit identischen Texten vollspammen. Die Überschriften sehen dann auch noch gern so aus, wie “Escort Berlin” oder “Handy schufafrei”. Dieses bizarre Verhalten dürfte ein Grund dafür sein, warum die AVs mehr oder weniger alle aussterben. Kürzlich stellte die Mutter aller Artikelverzeichnisse 4.am den Dienst ein.

Liebe Spammer, das muss nicht sein. Denn man kann sehr viel effizienter Arbeiten ohne sich unbeliebt zu machen.

Vorab sollte die Frage geklärt werden, ob AVs noch funktionieren. Guckt man sich mit Hilfe des Sistrix-Tools die Backlinks von Onlineshops aus dem Samwerumfeld einmal an, die in der letzten Zeit SEO-technisch steil gegangen sind, kann man nur sagen: Ja, es funktioniert noch. Sieht man sich andererseits Verzeichnisse an, die nach vernünftigem Muster Artikel aufnehmen, dann stellt man fest: Ja, sie ranken noch.

Warum sollte man dann nach dem oben beschriebenen Prinzip nicht vorgehen?

Ganz einfach: Wer ein AV nach dem anderen mit identischen Artikeln flutet, fällt auf und eine große Anzahl der Artikel geht gar nicht erst online. Ergo wurde Zeit verschwendet für Links, die gar nicht generiert wurden. Zweitens ranken Artikel mit Doublicated Content niemals alle und drittens werden die Artikel, die mit o.g. Keyword-Kombis überschrieben sind, niemals soviel Traffic auf sich ziehen, wie richtige Artikel, die man auch als Content interpretieren könnte.

Wo bekommt man denn solchen Content her, wie man ihn braucht?

Ganz einfach!

Man lässt sich die Artikel einfach mit Hilfe von Textbroker produzieren. Hierzu richtet man im Textbroker-Konto für jedes AV ein eigenes Projekt ein. Der Projektname sollte das AV sein. Man kann im Feld für den Projektnamen auch noch die Mindestanzahl der Wörter hinterlassen. Mit dieser Vorbereitung kann man dann eine große Anzahl von Texten auf einen Schlag in Auftrag geben, ohne durcheinander zu kommen. Zudem hat man eine gute Organisation des Contents, falls man diesen in Zukunft noch einmal braucht und man weiß, in welche Verzeichnisse für welches Projekt Inhalte gestellt wurden. Jeder Artikel, den man in Auftrag gibt, sollte man mit einer vernünftigen Überschrift versehen, die den Texter zu einem echten Text inspiriert. Forderungen nach einer Mindestanzahl an Keywords sollte man gar nicht stellen. Umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man einen vernünftigen Text bekommt. Der wiederum sorgt dann dafür, dass die Chance wächst, dass der Artikel selber halbwegs rankt.

Ist der Text im AV eingepflegt, sollte man diesen in einer Excell-Tabelle erfassen. Dann kann man hinterher auch checken, ob der Artikel überhaupt online gegangen ist. Dies machen offenbar die wenigsten. Ich bekomme auf 100 gelöschte Einträge, die gegen die Regeln verstoßen, maximal eine Nachfrage, ob der Beitrag noch online geht.

In der Excelltabelle sollte zudem erfasst werden, wie der Linktext lautet, damit man diesen ausreichen variabel hält. Anhand der Keywords kann man dann auch in etwa sehen, ob ein vernünftiges Verhältnis von Startseitenlinks und Deeplinks vorhanden ist.

Die Liste der Artikel kann dann regelmäßig zur Überwachung der Links genutzt werden. Zudem schadet es nicht, sofern man die Artikel selber noch mit Bookmarks versieht. Das freut auch den Betreiber. Der Nutzen mag homöopathisch sein, aber es gibt anekdotische Berichte, dass die Sache funktionieren soll.

Wer wie oben beschrieben handelt, wird feststellen, dass auch die hundertfach todgesagten AVs noch wirken und macht sich nicht mitschuldig am Sterben der Verzeichnisse. Auch wenn man das sicher verkraften könnte.

Unter dem Strich ist es ganz sicher kaum mehr Arbeit, als dutzende Male Verzeichnisse mit dem selben Müll zu kontaminieren.

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