Archiv für die Kategorie: 'Geschäftsmodelle im Long Tail'

Wer in den letzten Wochen einmal die Google-Blogsuche angestrengt hat, der wird nicht übersehen haben, dass dort immer häufiger Spam-Blogs auftauchen, die nicht aus der SEO-Ecke kommen, sondern wo Domainer versuchen, auch noch die letzten Schrottdomains zu monetarisieren.
Da werden mit dem immer gleichen Strickmuster Wordpress-Blogs mit rudimentären Content aus CSV.-Dateien bestückt. Immer schön ein Posting pro Tag, dies aber offenbar im industriellen Maßstab auf tausenden Domains. Dies führt dazu, dass man faktisch in vielen Bereichen die Blogsuche gleich ganz ignorieren kann, weil man buchstäblich nur noch Schrott zu sehen bekommt. Man erkennt die Domains meist schon beim bloßen Anblick. In der Regel sind es übelste Keyword-Kombis, die schon als solche erkennen lassen, dass kein normaler Blogger jemals so einen Scheiß registrieren würde.

Google hat hier in der folge eine echtes Qualitätsproblem. Sofern Google nicht per Algo den Domaininhaber ermittelt und die Urls von bestimmten Leuten, die Domains in Millionenstückzahlen sammeln, mit einem Mallus belegt, können die Suchgötter die Blogsuche gleich abschalten. Denn Nutzbar ist diese in weiten Bereichen aktuell nicht.

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Wie aus einer Email von Darran Westlake (Managing Director) von heute morgen hervorgeht, geht mit Crowdcube der erste Equity-basierende Crowdfinance-Dienst an den Start. Los geht es am 10. Februar. Der neue Aggregator will es kleinen Firmen im UK erleichtern ihr Wachstum durch externes Kapital zu finanzieren.

Die Firmen können auf www.crowdcube.com ihr Projekt präsentieren, u.a. auch im Rahmen eines Videos. Anleger können bereits ab einer Summe von 10 britischen Pfund mit von der Partie sein. Im Gegensatz zu Projekten wie myfootballclub bekommen die Investoren echtes Equity. Mich persönlich freut, dass am Anfang gleich eine Nawaro-Firma mit von der Partie ist, die eine Jatropha-Presse entwickelt. Sobald es los geht, werde ich - wenn es dann noch möglich ist - gleich einmal so richtig Geld in die Hand nehmen und 10 Pounds investieren.

Ich bin gespannt!

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Auch im Bereich der Jobbörsen gibt es eindeutig einen Markt für Nischenangebote. Bester Beleg hierfür ist ein neues Angebot aus der neuen “under the radar”-Onlinemetropole Osnabrück. Turkvita vermittelt Hochschulabsolventen und Professionals an Unternehmen, die auf türkische Sprachkenntnisse angewiesen sind, weil sie z.B. von Deutschland aus den türkischen Markt erobern wollen. Da der größte Teil der Auslandinvestitionen in der Türkei von Deutschland aus investiert wird, kann man sich leicht vorstellen, dass hier ein interessanter Markt existiert. Dass die größte türkische Community außerhalb der Türkei in Berlin - also in Deutschland - beheimatet ist und viele in Deutschland lebende Türken und Deutsche mit türkischen Wurzeln ihre berufliche Zukunft in der boomenden Türkei suchen, dürfte die Relevanz einer Jobbörse wie Turkvita zusätzlich unterstreichen.

Da die Offlinemedien wie Der Spiegel und Die Zeit sich schon für Turkvita interessiert haben und auch das Fernsehen nicht schläft, verwundert es etwas, dass die Startup-Medien dieses spannende Thema noch nicht aufgegriffen haben…

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Bei netzschaffende.de können Existenzgründer, Startups und kleine Unternehmen ganz einfach ihre anfallenden IT- und Kreativprojekte wie Logoerstellung, Designentwürfe, Erstellung von Webseiten oder auch Übersetzungen an Freischaffende abgeben. Gründer geben ungern Aufgaben komplett aus der Hand z.B. an teure Agenturen – das ist bei netzschaffende.de auch nicht gewollt. Der Auftraggeber behält stets selbst die Kontrolle über das Projekt durch schlaue Projektmanagementfunktionen und hat den direkten Kontakt zu den Freischaffenden.

IST NICHT NEU?

Doch! Und zwar erhalten Auftraggeber z.B. für eingestellte Designaufträge kostenlos direkt FERTIGE ENTWÜRFE von verschiedenen Designern (Crowd-sourcing) und gehen somit kein Risiko ein. Auf der anderen Seite schützen wir aber auch Freischaffende z.B. durch unser Treuhandkonto vor betrügerischen Auftraggebern und sind persönlich um eine Win-Win Situation bemüht.

KRITISCH

Dass bei dieser Art von Projekten nicht immer alles reibungslos funktioniert, ist klar. Das zeigen auch zahlreiche Diskussionen über uns und bei uns auf der Seite. Wir bemühen uns vor allem Auftraggeber aufzuklären und greifen im Streitfall auch schlichtend ein. Nicht bei allen führt das Thema Marktplatz von freelancer-Dienstleistungen zu Glücksgefühlen - so wird oft Preisdumping mit Marktplätzen verbunden, was zu sehr hitzigen Diskussionen führt und für sich allein betrachtet so nicht stimmt – zumindest nicht bei uns.

netzschaffende.de trifft mit der Möglichkeit echter remote-Arbeit den Zahn der Zeit. Hier einige Beispiele für sehr aktive Diskussionen:

1. https://www.xing.com/net/existenzgruender/tipps-die-besten-webseiten-links-fur-grunder-selbststandige-342/banner-firmenlogo-webseite-ubersetzung-das-braucht-jeder-grunder-26960555/
2. https://www.xing.com/net/uebersetzer-lounge/ich-ubersetze-also-bin-ich-398083/tipp-preisgunstige-ubersetzungen-gesucht-auftrage-gesucht-27125416/
3. http://blog.juergenprazak.at/?tag=netzschaffende-de

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Wer Google Adwords bucht, läßt seine Anzeigen meist (weil voreingestellt) auch im Suchnetzwerk laufen. Im Suchnetzwerk sind spezielle (angeblich hochqualifizierte Seiten), die meist auch Suchfunktionen auf der eigenen Seite haben. Bekannte Seiten des Suchnetzwerkes sind eBay und amazon, aber auch weniger bekannte Seiten wie SparDeinGeld.de, ask.com oder Shopzilla.

Oft macht es Sinn, die Anzeigen im Suchnetzwerk laufen zu lassen, da nach Angaben von Google (und das könnte stimmen) die Reichweite durch das Suchnetzwerk um 20% gesteigert werden kann. So gesehen ist da nichts gegen einzuwänden.Allerdings könnten die Kosten für die Adwords-Kunden deutlich niedriger sein, denn Google erweitert nicht nur sein Netzwerk mit dem Suchnetzwerk. Google erweitert mit den Suchnetzwerkern auch seinen eigenen Kundenkreis bei den Adwordsschaltern. D.h. die Seitenbetreiber des Suchnetzwerkes sind nicht nur Adsense-Publisher, sondern auch Adwords-Kunden. Ein großer Teil des Traffics kommt also wieder von Google.

Es wäre durchaus seriöser von Google, sofern man den Mitgliedern des Suchnetzwerkes, das Schalten von Adwords verbieten würde. Ansätze soll es geben, in Deutschland ist davon aber noch nichts zu merken. Was ist das Problem? Nun, aufgrund des Versteigerungsmechanismus bei bei Google Adwords treiben die Klickarbitrageure die Preise hoch, auch wenn diese möglichst günstig am unteren Ende ihre Anzeigen erscheinen lassen. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Adwords-Kunde mehrere Klicks bei einer Suchanfrage bezahlen muss. Einmal beim Klick auf die eigenen Anzeige und ein weiteres Mal, wenn der Suchende auf die Anzeige von ask.com klickt, nachdem zuvor die eigene Anzeige bereits angeklickt wurde, und dann auf der Seite von aks.com möglicherweise ein weiteres Mal auf die Anzeige beim Partner im Suchnetzwerk. Gegebenfalls kann dort ein dritter Klick anfallen, der dann aber meist per Klick direkt an den Betreiber der Seite aus dem Suchnetzwerk zu bezahlen ist.

Hier handelt Google also ganz sicher stärker im eigenen Interesse als im Interesse seiner Anzeigenkunden. Auch die Seite aus dem Suchnetzwerk treibt den eigenen CPC-Kunden bei Google die Klickpreise hoch.
Bezeichnenderweise scheinen die aktiven Adwords-Kunden aus dem Suchnetzwerk, selber nicht so stark im Suchnetzwerk Anzeigen zu schalten (subjektiver Eindruck).

Auf jeden Fall sollte man vielleicht mit den Suchnetzwerk-Seiten, die selbst Adwords schalten, keine CPC-Deals mehr abschließen, sondern auf diesen Seiten nur noch über CPO-Vereinbarungen aktiv sein.

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