Archiv für die Kategorie: 'Geschäftsmodelle im Long Tail'

Ich bin bei eBay überboten worden, habe noch einmal nachgelegt und den Preis auf über 500 Euro getrieben. Damit muss ich mich leider vorerst zurückziehen, denn meine maximale Bewertung für mycornflakes.com wurde überboten. Mein Bewertungsmaßstab war ein Schnäpschen mehr zu bieten als einen Euro pro Backlink, den mir alltheweb anzeigt. Da es sich um viele Blog-Kommentarlinks handelt, war das schon mehr als großzügig. Die aktuelle Bewertung spricht für den Einstieg eines strategischen Players. Wer könnte das wohl sein? Ist da vielleicht ein Bieter aus Passau am Werk? Wir werden sehen, wer sich traut, da noch mehr Geld in die Hand zu nehmen. Übrigens kommt einer der beiden Backlinks (lächerlich wenig), die google anzeigt vom Interview-Blog. Sehr geehrter Bieter, der Link wird mit einem no follow belegt, wenn Sie ihr Gebot nicht zurückziehen. Jetzt wird mit harten Bandagen gekämpft.

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Der Mymuesli-Clone mycornflakes.com steht zum Verkauf bei ebay und ich habe meinen Hut in den Ring geworfen und bin aktuell der Höchstbietende. Allerdings wurde der Mindestpreis noch nicht erreicht. Ich habe eine handfeste Vorstellung, was man sinnvolles aus der Seite machen könnte. Allerdings ist meine Zahlungsbereitschaft vermutlich niedriger als das, was sich die Gründer vorstellen. Der Wert ist aber faktisch auch nicht so extrem hoch. Die eigentliche Idee ist zu einfach zu kopieren und das potential sicher auch nicht ausreichend, um die ursprüngliche Geschäftsidee fortzuführen (mit dem Geschäftsmodell könnte man vermutlich allenfalls die monatlichen Finanzierung seiner Riester Fonds sicherstellen).
Also Leute, es bleiben noch neun Tage mich zu überbieten.

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Vor Kurzem war in der NOZ zu lesen, dass neuerdings ein Monopoly-Spiel mit Osnabrücker Straßen zu kaufen sei. Dieses wurde vom Hersteller im Auftrage der Stadtmarketing Gesellschaft (?) aufgelegt. In diesem Zusammenhang war zu lesen, dass die Startauflage der Monopoly-Version der Kleinstadt Georgsmarienhütte mit über 1000 Exemplaren bereits ausverkauft ist.
Der Rechteinhaber Hasbro dürfte sich mit dem Angebot individualisierter Versionen des Klassikers ein gigantisches Potential erschlossen haben. Das ist für Hasbro vermutlich umso erfreulicher, da das Spiel ja vermutlich doch schon etwas verstaubt ist und die besten Jahre schon einige Dekaden hinter sich hat. Sofern tausende von Städten eigene Versionen auflegen, dürften Millionen von Spielen verkauft werden. Und jeder einzelne Auftrag bedeutet gleich einen Abverkauft im vierstelligen Bereich.
Das ist wirklich ein kluger Schritt von Hasbro.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass im Rahmen des Kirchentages in Osnabrück ein Quartett mit Osnabrücker Kirchen über meinkartenspiel.de aufgelegt wurde.

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Geschäftsmodelle, die auf Mass Customization-Ansätzen beruhen, gibt es zuhauf. An dieser Stelle werden einfach einmal diverse Firmen, sortiert nach verschiedenen Kriterien aufgelistet.

Firmen, die belegt haben, dass die Modelle auch funktionieren:

- galleryy.net (echt Ölgemälde nach eigenen Vorlagen)
- Spreadshirt (dürfte bekannt sein)
- posterXXL (Poster nach eigenen Vorlage)
- Zazzle.com (z.B. Briefmarken mit eigenen Motiven, neuerdings zieht sogar die Post nach: www.plusbrief-individuell.de)
- LogiPrint (Visitenkarten nach eigenen Vorstellungen)

Firmen, die die hoffentlich eines Tages auch nachhaltig belegt haben werden

- Mymuesli (spätestens seit der Müslizutat „geschälte Hanfsamen“ auf der Gewinnerspur) (Interview)
- Cocktailbude.de (sympathisch) (Interview)
- MyCornflakes (Metoo von Mymuesli) (Interview)
- IQShoe (Prädikat sehr interessant)
- MeinKartenspiel.de (Kultcharakter!)
- Sonntagmorgen.com (leider noch nicht probiert)
- yourtee.de (ein zugesagtes Testpaket mit grünem Tee und Pfefferminze ist noch nicht eingetroffen) (Interview)
- Julie & Grace (hat kommerziell sicher ein sehr großes Potential) (Interview)
- Fabidoo (Spielereien mit 3D-Druckern)
- Juicywalls (endlich kann man ungestraft von den eigenen vier Wänden sprechen)
- ImageKind (Custom Framed Art)
- Mandellia (auch in Frankreich geht was)
- Boardpusher (Nischenangebot für Randsportart)

Sicherlich habe ich noch diverse Geschäftsmodelle übersehen. Gern darf über die Kommentarfunktion die kleine Sammlung ergänzt werden.

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Heute ereilt mich diese Email:

„We are thrilled and very proud to welcome Prime Technology Ventures as Sellaband’s new investors!
PTV’s $5,000,000 investment means SellaBand has the potential to expand and become a global player in the Music Industry. Whilst SellaBand is still an independent company, with PTV alongside we have access to the professionalism, contacts and wealth of experience they offer.”

SellaBand ist – neben mymuesli – sicher mein Lieblingsstartup. Da kann man nur gratulieren. Die Musikindustrie wird sich freuen, dass ein definitiver Hoffnungschimmer der Branche damit den finanziellen Spielraum hat, sich richtig zu entfalten. Man darf gespannt sein, was passiert, wenn die Jungs jetzt erst einmal so richtig die Muskeln spielen lassen.

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