Archiv für die Kategorie: 'Geschäftsmodelle im Long Tail'

Wer Google Adwords bucht, läßt seine Anzeigen meist (weil voreingestellt) auch im Suchnetzwerk laufen. Im Suchnetzwerk sind spezielle (angeblich hochqualifizierte Seiten), die meist auch Suchfunktionen auf der eigenen Seite haben. Bekannte Seiten des Suchnetzwerkes sind eBay und amazon, aber auch weniger bekannte Seiten wie SparDeinGeld.de, ask.com oder Shopzilla.

Oft macht es Sinn, die Anzeigen im Suchnetzwerk laufen zu lassen, da nach Angaben von Google (und das könnte stimmen) die Reichweite durch das Suchnetzwerk um 20% gesteigert werden kann. So gesehen ist da nichts gegen einzuwänden.Allerdings könnten die Kosten für die Adwords-Kunden deutlich niedriger sein, denn Google erweitert nicht nur sein Netzwerk mit dem Suchnetzwerk. Google erweitert mit den Suchnetzwerkern auch seinen eigenen Kundenkreis bei den Adwordsschaltern. D.h. die Seitenbetreiber des Suchnetzwerkes sind nicht nur Adsense-Publisher, sondern auch Adwords-Kunden. Ein großer Teil des Traffics kommt also wieder von Google.

Es wäre durchaus seriöser von Google, sofern man den Mitgliedern des Suchnetzwerkes, das Schalten von Adwords verbieten würde. Ansätze soll es geben, in Deutschland ist davon aber noch nichts zu merken. Was ist das Problem? Nun, aufgrund des Versteigerungsmechanismus bei bei Google Adwords treiben die Klickarbitrageure die Preise hoch, auch wenn diese möglichst günstig am unteren Ende ihre Anzeigen erscheinen lassen. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Adwords-Kunde mehrere Klicks bei einer Suchanfrage bezahlen muss. Einmal beim Klick auf die eigenen Anzeige und ein weiteres Mal, wenn der Suchende auf die Anzeige von ask.com klickt, nachdem zuvor die eigene Anzeige bereits angeklickt wurde, und dann auf der Seite von aks.com möglicherweise ein weiteres Mal auf die Anzeige beim Partner im Suchnetzwerk. Gegebenfalls kann dort ein dritter Klick anfallen, der dann aber meist per Klick direkt an den Betreiber der Seite aus dem Suchnetzwerk zu bezahlen ist.

Hier handelt Google also ganz sicher stärker im eigenen Interesse als im Interesse seiner Anzeigenkunden. Auch die Seite aus dem Suchnetzwerk treibt den eigenen CPC-Kunden bei Google die Klickpreise hoch.
Bezeichnenderweise scheinen die aktiven Adwords-Kunden aus dem Suchnetzwerk, selber nicht so stark im Suchnetzwerk Anzeigen zu schalten (subjektiver Eindruck).

Auf jeden Fall sollte man vielleicht mit den Suchnetzwerk-Seiten, die selbst Adwords schalten, keine CPC-Deals mehr abschließen, sondern auf diesen Seiten nur noch über CPO-Vereinbarungen aktiv sein.

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Wer ein indiviuelles Geschenk sucht, der sollte sich einmal Likör ansehen. Mit einem individuell selbstgemischten Likör, dürfte man sich der Freude des beschenkten immer sicher sein, denn schon Wilhelm Busch wuschte zu berichten: “Wer Sorgen hat, hat auch Likör” :-). Diese ironische Bemerkund sei der Redaktion verziehen. Likör selbstgemacht ist nicht so einfach und man sollte aus Sicherheitsgründen auch die Finger davon lassen. Stattdessen sollte man lieber gute Erfahrungen mit wunschlikoer.de machen, damit der Likör hinter auch gut schmeckt. Wer individualisiertes Müsli oder selbstkreierte Schokolade zu langweilig findet, der sollte sich lieber dem Thema “Likör selbstgemacht” widmen und sich bei Wunschlikör “personalized alcoholics” gönnen. Wir können das nur empfehlen. Crowdsourcing an der Bar ist echt Spitze!

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Mieten und vermieten ist das Thema von Erento. Und auf dem Marktplatz von Erento werden Mieter und Vermieter von Mobilien zusammengebracht. Damit ist Erento ein lupenreiner Long Tale-Aggregator. Das gilt umso mehr, als dass man die meisten Gegenstände, die man mietet nicht ständig braucht. Natürlich gibt es sicher auch Sonderfälle, dass die Mietnachfrage nach manchen Gegenständen größer ist als die Kaufnachfrage. Aber auch in diesem Fall, wird der Mieter eines Gegenstandes möglicherweise nach der ersten Miete immer wieder zum gleichen Mieter zurückkehren, so dass nach dem Erstkontakt kein Marktplatz mehr von Nöten wäre.

Auch ökonomisch betrachtet ist Erento eine sehr interessante Angelegenheit. So wird dem Mieter eines Gegenstandes die Möglichkeit geboten durch die Miete als Alternative zum Kauf eine Menge Geld zu sparen. Und der Vermieter kann durch das Vermieten einnahmen aus seinem Eigentum erzielen.

Übrigens können auf Erento auch vergleichsweise kuriose Dinge gemietet werden. Wer z.B. für eine Hochzeit eine richtig standesgemäße Karre braucht, kann sich ganz einfach eine Dodge mieten. Das ist gar kein Problem. Da stellt man sich einmal mehr die Frage, was die Menschheit früher ohne Internet so angestellt hat!

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Das in den 90er Jahren von Kari Stefansson gegründete Biotech-Unternehmen deCODE hat Insolvenz angemeldet. Stefansson hat persönlich die Verantwortung für das Scheitern seiner schon bei Gründung umstrittenen Firma übernommen und angekündigt, deCODE an die Investorengruppe Saga Invest zu verkaufen. Damit könnte der Betrieb noch rund zwei Jahre fortgeführt werden. deCODE machte internationale Schlagzeilen, weil die Firma als erste weltweit ein Monopol auf die kommerzielle Auswertung der Gendaten eines ganzen Landes nämlich Island hatte. Ziel war und ist die Entschlüsselung von Genstrukturen, die Krankheiten begünstigen oder auslösen und darauf aufbauend die Entwicklung von biotechnologischen Medikamenten. Damit ist deCODE soetwas wie die Crowdsourcing-Firma unter den Biotech-Startups.

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Seit rund einem Monat ist das iPhone nun auch im Reich der Mitte also in China zu kaufen. Noch können chinesische App-Entwickler mit dem Vertrieb von Apps über den App Store nicht reich werden. Wie allerdings in der letzten Woche im Spiegel zu lesen war, werden auch die wenigsten Entwickler hier im Westen reich mit der Programmierung von Apps für das iPhone). In China kommen aber weitere Probleme hinzu: Unerlaubte Kopien und die geringe Verbreitung von modernen Zahlungsmitteln bremsen eine rasante Weiterverbreitung der Apps.
Nach einem Artikel des Wall Street Journals arbeitet chinesische App-Entwickler daher kaum profitabel. Daher dürfte für Apple zwar ein Wachstumsmarkt sein, aber ein schwieriger. Im Westen haben Entwickler da ein ganz anderes Problem. Die Zahl der Apps ist derart rasant gestiegen, dass viele bereits den Überblick verloren haben. Die Folge sind, tolle Programme, die noch auf ihre Entdeckung warten, Doppelentwicklungen etc. Wer auf dem Long Tail surft hat es schwer, nicht nur in China!
Es ist aber eine Beruhigung, dass es auch Apple einmal schwer hat. Apple macht es ja in der Regel eher dem Rest der Welt schwer. So wird das iPhone z.B. in Deutschland nach wie vor exklusiv von T-Mobile vertrieben. Dem Handel kann da von dem Thema nur profitieren, wenn man sich auf den Vertrieb von iPhone Zubehör wie iPhone Hüllen verlegt.

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