Archiv für die Kategorie: 'Rattenschwanz der Woche'

Nach wochenlanger Sendepause muss einfach mal wieder ein „Rattenschwanz der Woche“ vergeben werden. Diesen hat sich nämlich die Firma Valuemaps mit Whatsyourplace.com redlich verdient. Das ist einfach ein sehr cooles Geschäftsmodell. Die Jungs aus München verkaufen einfach die Welt. Ich habe für Henri**** auch schon eine fette Immobilie erstanden, nämlich das Schloss Bad Iburg.
Verglichen mit den Verkäufern von Mondgrundstücken ist Whatsyourplace.com einfach eine sympathische Sache. Ich bin natürlich schon etwas betrübt, weil da jemand anders bei Leuchtturm von Wangerooge einfach schneller war. Whatsyourplace.com hat den Charakter eines Social Networks, so dass die User unter einander kommunizieren können. Die Eigentümer der virtuellen Grundstücke, können Fotos ihrer Liegenschaften einstellen und Wikipedia mäßig eigene Beschreibungen erstellen.
Ich bin überzeugt, dass hier viele Grundstückskäufer solche Plätze erstehen, zu denen eine große emotionale Beziehung besteht. Das ist die beste Motivation, dass auch gute Beschreibungstexte und Fotos zusammenkommen.
Der Erfolg gibt WYP auf jeden Fall Recht, es wurden schon erstaunlich viele Immobilien verkauft und die Welt steht dem jungen Start-up ja noch völlig offen. Wenn erst einmal mehr als eine Milliarden Chinesen anfangen, fett Grundstücke zu kaufen. Alter Schwede… Das ist großes Kino und absolut Oscar würdig.

Mehr zum Thema:
Interview mit WYP

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Die Plattform jobleads.de könnte eine ganze Branche auf den Kopf stellen, nämlich das Headhunting. JobLeads bringt nämlich Firmen sowie Fach- und Führungskräfte durch systematische Jobempfehlungen innerhalb vertrauter Netzwerke zusammen. Der Clou ist, dass die Leute entlang der Empfehlungskette partiell an der Vermittlungsprämie partizipieren. Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um eine in doppelter Hinsicht geniale Konstellation. Durch das Empfehlen kann man Freunden und Bekannten zu einem tollen Job verhelfen und dabei noch etwas verdienen. Weil die Empfehlungen über ein bestehendes Netzwerk zustande kommen, dürften die vermittelten Kandidaten im Mittel besser für den ausgeschriebenen Job passen, als wenn der Professional von einem normalen Headhunter vermittelt wird.
Da Empfehlungen über mehrere Stufen zustande kommen können, könnte man im Falle von jobleads auch von crowdfunding (oder auch crowdhunting) sprechen. Und jobleads stellt die Plattform bereit und hat sich daher den „Rattenschwanz der Woche“ redlich verdient!

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Meinkartenspiel.de wird für die laufende Woche unser kleiner, symbolischer Ehrenpreis vergeben. Der Grund ist ganz einfach, denn es handelt sich bei meinkartenspiel.de um einen lupenreinen Long Tail-Aggretator. Mit Hilfe dieser Plattform lassen sich Spiele in Kleinstserien oder sogar als Einzelstück herstellen. Über einen Marktplatz kann jeder Marktteilnehmer sein eigenen Quartett kreieren und zum Verkauf anbieten. Was Spreadshirt bei den T-Shirts ist meinkartenspiel.de bei den Quartetts. Der Betreiber der Plattform übernimmt die Produktion und das Fulfilment. Weil die Sache so sympathisch ist und das Konzept so gut umgesetzt ist, handelt es sich bei meinkartenspiel.de um einen würdigen Preisträger des „Rattenschwanz der Woche“, der sich der Jury geradezu aufgedrängt hat. Wir sind gespannt, wann es das erste Osnabrück-Kartenspiel gibt. Wenn es nicht kommt, müssen wir es eben selber machen! Sehr hoch ist es übrigens auch zu bewerten, dass die Betreiberfirma mit dem Verlagsgeschäft (Bier-, Cocktail- und Sexquartett auch den Kopf des Long Tails bedient und sich nicht nur um die Spitze des Rattenschwanzes kümmert. Dies dürfte die Erfolgsaussichten der Firma noch erhöhen!

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Ein lupenreines Long Tail-Geschäftsmodell, dass absolut den Sonderpreis “Rattenschwanz der Woche” verdient hat, weist “Julie & Grace” (Blog) auf. Hier kann man sich nach Herzenslust Schmuckstücke selber entwerfen und diese werden dann von dem kreativen Star-up auf Bali gefertigt und dem Kunden zugeschickt. Wollte man dieses emotionsgeladene Geschäftsmodell auf etwas profane Art und Weise beschreiben, dann würde man sagen Julie & Grace sei eine Art Spreadshirt für Schmuck. Genau wie die Shirt-Schmiede setzen auch die Hamburger auf das intelligente Outsourcen des Vertriebes. So genannte Botschafter können (offline) Tupperware-mäßig neue Kunden gewinnen und am Umsatz partizipieren. Kreative Schmuckdesigner können ihre Entwürfe auf einem eigenen Marktplatz zum Kauf anbieten. Hier wird Julie & Grace zu einem waschechten Business-Enabler für die Schmuckdesigner. Geschäftsmodelle dieser Art haben sicher eine gigantische Zukunft. Skalierbarkeit und Internationalisierungspotential ist gegeben. Auch die geschickte Ausnutzung der internationalen Arbeitsteilung ist sehr sympathisch gelöst. Produziert wird in Bali, weil es da eine traditionell kompetente Schmuckindustrie gibt und die Gründer gerne surfen. Angesichts des Erfolges von gallerryy.net sage ich auch Julie & Grace eine große Zukunft voraus. Ganz sicher wird es den Gründer nicht schwer fallen, Kredite der Hausbank zu bekommen oder motivierte Business-Angel zu finden. Das ganze hat einfach zu viel Sexappel: sympathisches Businessmodell, Long Tail-Appeal, Mass-Customisation. Das klingt doch wie Musik in den Ohren der Schlippsträger.

Aktuelle ist übrigens ein interessantes Interview mit Julie & Grace im Interview-Blog zu lesen!

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Es ist höchste Zeit, dass wieder einmal der Rattenschwanz der Woche vergeben wird. In dieser Woche geht der Preis an ein Start-up aus München. Die Firma LifeJack betreibt einen Marktplatz, auf dem man seine Lebensversicherung versteigern kann, so man diese vor Ende der Vertragslaufzeit kündigen muss oder will. Ein Marktplatz für derartige Produkte ist ohne das Internet praktisch nicht denkbar. Denn was könnte individueller sein, als eine laufende Lebensversicherung. Hierfür einen Käufer zu finden, der mehr zahlt als die Versicherungsgesellschaft ist eine Aufgabenstellung, die auf den ersten Blick so kompliziert sein sollt, wie das Auffinden eines Partners für’s Leben. Auch für diesen Fall, wird heute immer häufiger das Internet genutzt. Will man eine Lebensversicherung verkaufen, muss man jemanden finden, dem alle relevanten Kriterien gerade in den Kram passen. Da spielen Restlaufzeiten, Höhe der monatlichen Prämien, Überschussbeteiligungen, ggf. die Gesellschaft, bei der die Versicherung abgeschlossen wurde und diverse andere Kriterien eine Rolle.
Ohne intelligente Datenbanken, das Internet und einen funktionierenden Marktplatz, auf dem Angebot und Nachfrage in Einklang gebracht werden, würde es sich um ein schier unmögliches Unterfangen handeln, einen effizienten Markt schaffen zu wollen. Genau an diesem Defizit setzt LifeJack an. Deshalb hat LifeJack unseren kleinen symbolischen „Long Tail“-Preis mehr als verdient. Einen herzlichen Glückwunsch nach München!

Mehr zum Thema gibt es hier.

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