Den „Rattenschwanz der Woche“ verleihen wir an dieser Stelle zum ersten Mal im Jahr 2010 an den Anbieter einer Retourenmanagement Software. Bei diesem Beispiel wird eine Spezialsoftware für ein echten Long Tail-Phänomen angeboten. Mit der Retourenmangement Software können auch kleine Online- und Versandhändler (in der Schweiz wird auch gern von Distanzhandel gesprochen) einen Retourenprozess bei Rücktritt, Garantiefällen und Umtausch anbieten, wie die Kunden es von den großen Versendern gewöhnt sind. Eine solche Plattform für einen einzelnen Händler zu entwickeln, würde keinen Sinn machen, da es sich kaum rechnen würde. Mit Hilfe des Internets wird daraus aber plötzlich ein Geschäftsmodell, zudem wird auch der Kundennutzen deutlich gesteigert. Noch mehr Nutzen wird für die rücksendenden Kunden gestiftet, wenn sich diese Retourenmanagement Software als Standard durchsetzt, denn dann braucht sich der Kunde bei Rücksendungen nicht umgewöhnen, egal wo er bestellt.
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Der Spiegel berichtet über das Phänomen iPhone-Apps
Geschrieben von: admin, in Rattenschwanz der Woche |In seiner Ausgabe vom letzten Montag hat der Spiegel einen ausführlichen Bericht über die iPhone-Apps gebracht. Er beschreibt darin den App-Store als eine classische Case-Study eines Long Tail Marktplatzes. Unzählig viele Apps zu allen erdenklichen Themen werden im AppStore angeboten. Entwickler denken sich Nützliches, Kurioses und ab und an sicher auch Schwachsinniges aus. Die Entwicklungskosten sind niedrig, der Markt weltweit. Es gibt einige Erfolgsstorys aber natürlich auch tausende von Apps, die sicher mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit existieren. Auf jeden Fall gibt der AppStore Entwicklern die Möglichkeit, sich ohne großes Risiko etwas dazuverdienen. Die Möglichkeit verbessert sich noch weiter, wenn das iPhone sich endgültig zu einem Massenphänomen weiterentwickelt und seine Marktanteile ausbaut. Zudem soll es ohne großen Aufwand möglich sein, die iPhone-Apps auch als Android-Apps anzubieten. Richtig die Taschen voll macht sich natürlich Apple, die 30% des Preises für die Apps in die eigene Tasche wirtschaften. Und dann nehmen die Apple-Leute ja noch 99 Euro von jedem Entwickler für die Aufnahme in den Club. Allein damit hat Apple laut der Spiegel Daten bereits über 12 Millionen Dollar eingenommen. Für diesen Coup verleihen wir Apple dann mal wieder den “Rattenschwanz der Woche”
Stichworte:Google kauft Crowdsourcing-Firma ReCapture
Geschrieben von: admin, in Rattenschwanz der Woche |Google kauft - wie der Presse vorgestern zu entnehmen war - die Firma ReCaptcha, bei der es sich um eine waschechte Crowdsourcing-Firma handelt. Damit macht der Suchmaschinengigant eine weitere sehr intelligente Akquisition.
Die Firma ReCaptcha ist eine Ausgründung der Carnegie Mellon University’s School of Computer Science. ReCapture bietet einen kostenlosen Service zum Digitalisieren von Büchern und Zeitungen. Kann die Software ein gescanntes Wort nicht lesen, stellt er es als Captcha online und lässt es von der Schwarmintelligenz entziffern. Wenn zeitgleich 100.000 Seiten den Capture-Service von ReCapture einsetzen, dann lassen sich sehr effizient fehlende Wörter entziffern, ohne dass man Menschen z.B. via Mturk.com (den Crowsourcing-Service von amazon.com) für diese Aufgabe bezahlen muss. So wird in brillanter Form eine Aufgabe sehr effizient gelöst.
Dass sich Google diese Firma unter den Nagel reist, ist sicherlich ähnlich brillant, um die Bucherfassungspläne des Konzerns zu unterstützen. Und wer weiß, was man mit Hilfe von Captures noch für Aufgaben lösen kann. Sicherlich könnten auch Bilder getaggt werden oder so.
Zur Erklärung. ReCatpure blendet immer zwei Wörter ein. Eines ist vorher bekannt. Dieses muss zwingend richtig eingegeben werden. Das zweite Wort wurde bei der Scannung nicht erkannt, und wird nun dem ahnungslosen “Probanden” zum Entschlüsseln vorgelegt. Wenn mehrere Probanden das Wort gleichermaßen buchstabieren, wird dadurch einfach die fehlgeschlagene Worterkennung optimiert.
Aufgrund dieser sinnvollen Akquisition gewinn in dieser Woche Google den Rattenschwanz der Woche.
Stichworte: ReCaptureeDarling sucht Slogan per Crowdsourcing
Geschrieben von: admin, in Rattenschwanz der Woche |Der neue und sehr ambitionierte Dating-Service eDarling sucht mit Hilfe eines Crowdsourcing-Ansatzes eine Slogan. Das ist Anlass genug mal wieder unseren kleinen Ehrenpreis den Rattenschwanz der Woche zu vergeben. Denn was könnte in der laufenden Woche preiswürdiger sein als ein Long-Tail-Aggregator, der per Crowdsourcing einen Claim sucht, indem die Blogosphäre aufgerufen wird über ein Blogposting einen Slogan zu erdenken. Vermutlich gewinnt eDarling durch dieses kleine Gewinnspiel selber seinen ersten Preis in der noch jungen Firmengeschichte, nämlich den berühmten “Rattenschwanz der Woche”, den schon andere hoffnungsvolle Startups gewonnen haben.
Mein persönlicher Favorit für den Siegerslogan ist: “eDarling - hier werden Sie verbunden!”
Mehr zum Thema eDarling gibt es übrigens aktuell im Interview-Blog!
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