Archiv für die Kategorie: 'Was schreiben die anderen?'

Das Sommerloch wurde mit zwei richtig geilen Blogpostings endlich mal wieder würdig gestopft. Auf seo-united wurde das Ende des Goldrausches für SEO verkündet und der Mediadonis antwortete mit einer gewohnt gekonnten Replik.

Natürlich ist SEO nicht tot, solange wir noch auf Google-Traffic angewiesen sind, bzw. aus diesem Nutzen ziehen können.

Natürlich wird der Wettbewerb intensiver und es ist heute laut herrschender Meinung keinesfalls mehr so, dass man mit Hilfe von Artikelverzeichnissen bei “Handy” auf Platz eins kommen kann. Der Mediadonis fordert zu Recht Phantasie ein. Die kann bekanntlich nie schaden.

Dennoch macht es aus meiner Sicht durchaus Sinn, dass auch Top-Seos auf die spammigen Techniken mit Katalogeinträgen, AVZ, Social Bookmarks und Freeblogs zurückgreifen sollten (nur bitte keinen Kommentarspam, das gehört sich echt nicht).

Hier die Gründe warum:

1.) Auch jeder “von Kreativität befreite Hobby-SEO” kann sich heute bei Sistrix einen Zugang gönnen, um sich die Linkstrategien abzugucken. Da kann man die anspruchsvolleren Links zwischen den hunderten AVZ- und Katalog- und SB- Freeblog-Links doch super tarnen.

2.) es sind auch mit diesen Techniken auch heute noch Wirkungen belegt, die halbwegs billig und effizient zu erzielen sind, wenn man sich gut organisiert.

Als Beleg für diese Theorie möchte ich an dieser Stelle einmal auf die Backlinkprofile von dem einen oder anderen ambitionierten Startups verweisen, die aktuell Google technisch nur so nach oben schießen…

Seo ist also echt lebendig. Und wer auf den Klaviaturen von Linkbuilding, SMO, interessanter Contentgenerierung sowie Pressearbeit richtig spielen kann, der wird weiter seine Erfolge feiern können auch bei anspruchsvollen Keys.

Was allerdings besser mausetot wäre, sind vertriebsgesteuerte SEO-Agenturen, die einen Anrufen und sagen:

- “Uns ist aufgefallen, dass Sie bei ‘Handy online kaufen’ gar nicht ranken” und übersehen, dass aber gute Rankings bei “Handy” oder “Handy kaufen” existieren.
- “Sie stehen ja bei ‘Naturtextilien‘ nur auf Platz 10. Wir bringen Sie für nur 200€/Monat auf Platz eins” (ignorierend, dass man mit der Nummer eins Position nicht einmal im Jahr die 200 Euro wieder hereinbekommt, weil schlicht zu wenig nach dem Key suchen und die Seite um die es geht eine private Hobby-Seite ist.
- Gut ist auch die Variante: “Für Sie machen wir es billiger, weil wir noch Referenzen brauchen. Da geben wir Werbekonstenzuschüsse.”
- 100 weitere ähnlich gelagerte Anrufe werden höflicherweise an dieser Stelle nicht wiedergegeben.

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In der aktuellen Wirtschaftswoche vom heutigen Samstag ist ein interessanter Artikel über dem Kampf um die Vorherrschaft im mobilen Internet. Der Beitrag ist überschrieben mit “Rivolution”. Das i ist wohl von Apple entliehen, da diese es immer ihren Produkten vorranstellen: iPod, Phone und nun iPad. Als stärkster Player im mobilen Internet wird aktuell Apple lokalisiert, gefolgt von Google mit Android. Die schlechtesten Karten werden wohl Microsoft eingeräumt. Auch Nokia wird nicht sonderlich positiv beurteilt. Aber immerhin sieht man die Stärke, dass Nokia die höchsten Marktanteile bei den Smartphones halte. Allerdings geht mit diesen Geräten kaum jemand in Web, während in den USA fast 50% der Zugriffe von mobilen Enteräten dem iPhone zuzuordnen sind. Es wird für möglich gehalten, dass Microsoft sich den Zugang zum mobilen Internet mit Gewalt verschafft, in dem man einfach RIM (Blackberry) übernimmt. Das wäre natürlich ein spektakuläres Comeback inklusive einer starken Stellung bei den Geschäftskunden.
Besonders hervorgehoben wird der Markt, der erst durch Apple geschaffen wurde, nämlich der für Apps. In diesem Zusammenhang interessant ist auch die neue Rubrik im Blog von telefon.de, die sich mit (http://blog.telefon.de/category/coole-apps/) coolen Apps coolen Apps befaßt. Einfach regelmäßig vorbeischauen.

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In der aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche wird unter der Überschrift “Genies für lau” ausführlich über das Thema Open Innovation berichtet. Der Beitrag beleuchtet die kooperative Neuproduktentwicklung von Firmen mit Hilfe der Kunden oder einer Community über das Internet. Der Zughersteller Bombardier entwickelt mit den Internetusern die Züge der Zukunft und auch Blue Chip Companies wie BMW oder Beiersdorf holen sich demnach gezielt Wissen von Außen für die Produkte von Morgen. Experten sind der Meinung, dass man mit diesem Crowdsourcing bzw. der Open Innovation die Floprate neuer Produkte reduzieren kann, weil man diese ja mit den Kunden zusammen entwickelt. Natürlich werden auch Dienstleister wie Hyve erwähnt, die den Firmenkunden helfen, den Innovationsprozess mit den Massen in Gang zu setzen. Die Lektüre sei auf jeden Fall empfohlen.

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Aus aktuellem Anlaß verleihe ich einmal mehr mir selber den “Rattenschwanz der Woche”. Diesen gibt es für eine besondere Leistung, denn ich bin als Gastautor auf unternehmer.de aktiv geworden und habe dort etwas zum Thema “Die Erfolgsfaktoren eines Corporate Blogs” publizieren dürfen. Für diese Gelegenheit bedanke ich mich natürlich herzlich. Bloggen ist ist ein dezidiertes Long Tail-Phänomen und aus diesem Grunde ist es sicher preiswürdig im Sinne unseres kleinen symbolischen und nur sporadisch vergebenen Ehrenpreises. Wer also sich in diesem Bereich etwas weiterbilden will, dem sein meine Checkliste ans Herz gelegt. Die Lektüre kann sicher nicht schaden.

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Wie ich gerade erfreut zur Kenntnis nehme, fordert der Mediadonis in gewohnt gekonnter Form mehr Transparenz für die SEO-Branche. Besonders lustig finde ich die Bemerkung mit dem SEO, den zwei Praktikanten und den 20 Call-Center-Agenten. Da ich auch mal wegen meiner mehr oder weniger Parking-Seite - einer offensichtlich nicht professionell genutzten - naturtextilien.org (privat!!) angerufen wurde, weiß ich wovon er spricht. Mal abgesehen davon, dass ich bei Telefon.de auch ab und zu Anrufe von SEO-Agenturen bekomme, war der private Anruf wirklich der Gipfel. Wir bringen Sie für 300€ im Monat bei Naturtextilien an die Nummer 1. Sehr geile Sache, wenn man dann rund 300 Besucher im Monat hat. Es ist schon etwas schräg, dass diese CallCenter-Agenten offenbar jeder Telefonnummer im Impressum anrufen, ohne sich die Seite vorher anzuschauen, ob das auch Sinn macht. Aber vermutlich würden die auch noch bei echten Parkingseiten antelefonieren.
Übrigens durfte ich auch vor ein paar Tagen zu einem ähnlichen Thema etwas schreiben, nämlich bei onpulson.de:

Worauf ist bei der Auswahl einer Agentur für Suchmaschinenoptimierung zu achten?

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