taz verkauft offenbar Textlinks an SEOs: Ist das redlich für eine linke Tageszeitung?
Geschrieben von: admin, in Geschäftsmodelle im Long Tail |Firmen wie LinkLift oder teliad haben lupenreine Lont Tail Geschäftsmodelle entwickelt. Auf diesen Plattformen kann mehr oder weniger jeder, dessen Webseite seine Webseite anmelden und Mietflächen für Textlinks anbieten.
Gleichzeitig kann ebenso jeder Webmeister, der seine Suchmaschinen-Positionen begünstigen will, Links bei z.B. den beiden genannten Plattformen mieten. Das heißt mehr oder weniger jeder kann einerseits seine Webseite monetarisieren und anderseits können Seitenbetreiber Links buchen, um Suchmaschinen-Postionen zu beeinflussen.
Genau jenes tut auch die taz unten links auf ihren Seiten. Das Ganze ist als „Anzeige“ gekennzeichnet. Soweit ist nicht dagegen zu sagen. Aber reicht es aus „nur“ Anzeige darüber zu schreiben. Schließlich sind diese Links (die soweit ich das erkennen kann nicht mit einem no-follow belegt sind) geeignet Suchmaschinen-Positionen zu manipulieren.
Das Problem hierbei ist potentiell weniger, dass die Praxis gegen Google-Richtlinien verstößt. Google findet es ok, Links zur Traffic-Generierung zu vermieten. Zur Manipulation von der SERPs soll das aber nicht passieren. Wie finden das in diesem Fall aber die Leser der taz, die sich in den Anfangsjahren sogar gegen Werbung an sich stemmten. Als Sohn eines langjährigen Abonnenten, der sogar den Solidaritätspreis zahlte, finde ich, dass die taz-Leute ein no-follow einbauen sollten oder aber drüberschreiben sollten „Diese Anzeigen sind geeignet die Suchmaschinen-Positionen der werbenden Firmen positiv zu beeinflussen.“ Schließlich ist die taz eine etablierte überregionale Anzeige und der Leser kann nicht davon ausgehen, dass auch die anzeigen externe Effekt haben, die für den Laien nicht zu erkennen sind.
Mich würde auch die Meinung von LinkLift und teliad interessieren? Vor allem aber was die taz-Mädels und –Jungs dazu sagen!!! Was ist Eure Meinung? Die Diskussion ist eröffnet.
PS: Ich selber habe keinen Stress mit der Praxis an sich!
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12. Mai 2007 09:59
[…] - über Textlink-Vermietung durch die taz […]
12. Mai 2007 13:19
Geld regiert nunmal die Welt, da kann sich scheinbar nicht einmal ein linkes Blatt entziehen…
13. Mai 2007 14:26
Ist es redlich als Werber, daß man mit einer linken Zeitung in Zusammenhang gebracht werden könnte?
13. Mai 2007 16:19
Ich finde es ok das die taz Werbung vermietet, schließlich ist es als Werbung gekennzeichnet. Die Bildzeitung ist meiner Meinung viel schlimmer in punktio Werbung (schlecht ausgeschilderte Werbung).
13. Mai 2007 18:10
Ich frage mich bei derartigen Diskussionen immer wieder einfach nur:
Warum sollte Google mit Adwords auch noch ein Linkvermietungs-Monopol haben dürfen?
Der Rest meiner Meinung dazu erschliesst sich aus meinem verlinkten Artikel zum Thema “Viva la Link Revolution”.
Wobei ich es ausgesprochen schade finde, daß Du anscheinend überzeugter Nofollow-Vertreter zu sein scheinst?
Da muss ich jedesmal über meinen Schatten springen, um überhaupt zu kommentieren & nicht direkt selbst nen Artikel zu verfassen & nur nen Nofollow-Link zu “spendieren” …
Wie wärs denn mal versuchsweise mit dem hervorragendem WP Plugin “Nofollow Case by Case”
Noch nen schönen Restsonntach …
Frank
13. Mai 2007 18:16
Was heißt schon überzeugt. Für Deinen ausführlichen Kommentar würde ich glatt einen springen lassen.
Grundsätzlich habe ich aber auch keinen Bock auf die dreiwortsätze von den SEOs.
klm
13. Mai 2007 22:21
Ich kann sowieso nur so kommentieren - Dreiwortsätze bekomme ich nicht mal mit viel Phantasie hin, sieht man gut an meinen eigenen Artikeln, wo ich es gerne manchmal kürzer machen würde.
Derartige Pseudo-Kommentare kriegen bei mir auch nur ein Nofollow mit, wenn´s nicht gerade befreundete SEO´s oder Blogger sind …
Was heisst denn nun “würde” - lässt Du nun einen springen
??
13. Mai 2007 22:31
ich bin hier nur der blogger. habe keine ahnung von der ganzen programmierung. betrachte Dich hiermit als eingeladen zum interview bei www.interview-blog.de. in selbigem kannst Du dann zwei links nach wunsch unterbringen.
grusz
klm
14. Mai 2007 10:12
Unabhängig ob die TAZ nun “Links” ist, sehe ich dass Thema daher als vollkommen legitim. Auch die TAZ muss Ihre Redakteure und Mitarbeiter bezahlen, und hierzu Textlink-Anzeigen als eine Werbeform zu vermarkten ist 100% legal und legitim.
Die Entscheidung, nofollow zu setzen oder nicht, ist jedem Webmaster überlassen - und das ist gut so. Für eine Tageszeitungen wie die TAZ geziemt es sich jedoch, den Anzeigen-Charakter für den Leser hervorzustellen. Das wird vorbildlich getan, also ist auch hier kein Problem zu sehen.
Interessanterweise haben viele Zeitungen bereits Links verkauft, bevor Suchmaschinen auf die Idee gekommen sind, dass man das ja auch für die Relevanz von Ergebnisslisten nehmen könnte.
15. Mai 2007 10:29
Was ZEIT, Netzeitung, PC Welt machen darf doch auch die TAZ? Oder bestimmt jetzt Google welche Art von Werbung erlaubt ist? Das so als Denk-Ansporn.