Ein lupenreines Long Tail-Geschäftsmodell, dass absolut den Sonderpreis “Rattenschwanz der Woche” verdient hat, weist “Julie & Grace” (Blog) auf. Hier kann man sich nach Herzenslust Schmuckstücke selber entwerfen und diese werden dann von dem kreativen Star-up auf Bali gefertigt und dem Kunden zugeschickt. Wollte man dieses emotionsgeladene Geschäftsmodell auf etwas profane Art und Weise beschreiben, dann würde man sagen Julie & Grace sei eine Art Spreadshirt für Schmuck. Genau wie die Shirt-Schmiede setzen auch die Hamburger auf das intelligente Outsourcen des Vertriebes. So genannte Botschafter können (offline) Tupperware-mäßig neue Kunden gewinnen und am Umsatz partizipieren. Kreative Schmuckdesigner können ihre Entwürfe auf einem eigenen Marktplatz zum Kauf anbieten. Hier wird Julie & Grace zu einem waschechten Business-Enabler für die Schmuckdesigner. Geschäftsmodelle dieser Art haben sicher eine gigantische Zukunft. Skalierbarkeit und Internationalisierungspotential ist gegeben. Auch die geschickte Ausnutzung der internationalen Arbeitsteilung ist sehr sympathisch gelöst. Produziert wird in Bali, weil es da eine traditionell kompetente Schmuckindustrie gibt und die Gründer gerne surfen. Angesichts des Erfolges von gallerryy.net sage ich auch Julie & Grace eine große Zukunft voraus. Ganz sicher wird es den Gründer nicht schwer fallen, Kredite der Hausbank zu bekommen oder motivierte Business-Angel zu finden. Das ganze hat einfach zu viel Sexappel: sympathisches Businessmodell, Long Tail-Appeal, Mass-Customisation. Das klingt doch wie Musik in den Ohren der Schlippsträger.

Aktuelle ist übrigens ein interessantes Interview mit Julie & Grace im Interview-Blog zu lesen!

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Eine Antwort zu “And the winner is: Julie & Grace”

  1. J&G Backstage Blog » Blog Archive » JULIE & GRACE wird der „Rattenschwanz der Woche“ says:

    […] ganzen Bericht gibts hier zu […]

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