Google kauft - wie der Presse vorgestern zu entnehmen war - die Firma ReCaptcha, bei der es sich um eine waschechte Crowdsourcing-Firma handelt. Damit macht der Suchmaschinengigant eine weitere sehr intelligente Akquisition.

Die Firma ReCaptcha ist eine Ausgründung der Carnegie Mellon University’s School of Computer Science. ReCapture bietet einen kostenlosen Service zum Digitalisieren von Büchern und Zeitungen. Kann die Software ein gescanntes Wort nicht lesen, stellt er es als Captcha online und lässt es von der Schwarmintelligenz entziffern. Wenn zeitgleich 100.000 Seiten den Capture-Service von ReCapture einsetzen, dann lassen sich sehr effizient fehlende Wörter entziffern, ohne dass man Menschen z.B. via Mturk.com (den Crowsourcing-Service von amazon.com) für diese Aufgabe bezahlen muss. So wird in brillanter Form eine Aufgabe sehr effizient gelöst.

Dass sich Google diese Firma unter den Nagel reist, ist sicherlich ähnlich brillant, um die Bucherfassungspläne des Konzerns zu unterstützen. Und wer weiß, was man mit Hilfe von Captures noch für Aufgaben lösen kann. Sicherlich könnten auch Bilder getaggt werden oder so.

Zur Erklärung. ReCatpure blendet immer zwei Wörter ein. Eines ist vorher bekannt. Dieses muss zwingend richtig eingegeben werden. Das zweite Wort wurde bei der Scannung nicht erkannt, und wird nun dem ahnungslosen “Probanden” zum Entschlüsseln vorgelegt. Wenn mehrere Probanden das Wort gleichermaßen buchstabieren, wird dadurch einfach die fehlgeschlagene Worterkennung optimiert.

Aufgrund dieser sinnvollen Akquisition gewinn in dieser Woche Google den Rattenschwanz der Woche.

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